Geldvermögen Menschen in Deutschland so reich wie nie zuvor

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal auf den Rekordwert von ru
Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal auf den Rekordwert von rund 6630 Milliarden Euro.

Die Konjunktur bricht in der Corona-Krise ein. Millionen Beschäftigte stecken in Kurzarbeit. Dennoch sind die Menschen in Deutschland in der Summe reicher geworden. Das hat vor allem zwei Gründe.

Die Menschen in Deutschland haben in der Corona-Krise im zweiten Quartal dieses Jahres mehr auf die hohe Kante gelegt und von der Erholung an den Aktienmärkten profitiert. In der Summe waren sie Ende Juni so reich wie nie zuvor. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen sowie Ansprüchen gegenüber Versicherungen auf den Rekordwert von rund 6630 Milliarden Euro. Das waren 253 Milliarden Euro oder 4,0 Prozent mehr als im ersten Vierteljahr.

Die Menschen halten ihr Geld zusammen

Neben dem Sparfleiß trieb auch die Erholung an den Aktienmärkten nach dem Kurssturz zu Beginn der Krise die Entwicklung an. „Die durch die Pandemie und die Unsicherheit über ihre wirtschaftlichen Folgen ausgelösten Bewertungsverluste bei Aktien im Vorquartal wurden zum großen Teil kompensiert“, erläuterte die Bundesbank am Freitag.

Nach Einschätzung der DZ Bank dürfte die Corona-Krise die Sparquote in diesem Jahr auf einen Rekordwert treiben. „Einerseits haben viele private Haushalte aus Angst vor Einkommenseinbußen durch Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit vorsorglich mehr gespart“, sagte DZ Bank-Volkswirt Michael Stappel jüngst. „Andererseits behinderten Lockdown-Maßnahmen und Reisebeschränkungen vor allem in der ersten Hälfte des zweiten Quartals den privaten Verbrauch massiv.“