Wirtschaft Meldungsmarkt: VW-Konzern liefert im April 10,2 Prozent mehr Autos aus

Der Volkswagen-Konzern knüpft mit einem kräftigen Auslieferungsplus im April an sein starkes erstes Jahresviertel an. Konzernweit seien im vergangenen Monat 927.200 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert worden, teilte der Autobauer gestern in Wolfsburg mit. Das war ein Plus von 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In den ersten vier Monaten ergab sich ein Wachstum von 8,1 Prozent auf gut 3,6 Millionen Fahrzeuge. In Europa stieg der Absatz im April um mehr als 9 Prozent, überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete VW mit 11,5 Prozent in Deutschland. Auch das Asiengeschäft und insbesondere China trugen zum Plus bei. Vor allem aber in Südamerika lief es rund. Sämtliche Marken der Wolfsburger inklusive der Nutzfahrzeuge verzeichneten Zuwächse. Im Autogeschäft war vor allem Seat mit einem Zuwachs von mehr als einem Fünftel auf der Überholspur. Die Ingolstädter Tochter Audi hingegen konnte ihren Absatz um lediglich 3 Prozent erhöhen. Der Autobauer Porsche muss wegen einer illegalen Abschalteinrichtung rund 60.000 Diesel-Fahrzeuge der Modelle Macan und Cayenne zurückrufen. Das habe das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeordnet, bestätigte gestern das Bundesverkehrsministerium. Aufgrund der Abschalteinrichtungen könne es im Betrieb der Fahrzeuge zu erhöhten Stickoxid-Emissionen kommen, hieß es. Porsche bestätigte, die entsprechenden Bescheide erhalten zu haben. Konkret geht es laut Ministerium um 6755 Cayenne 4,2 Liter V8 TDI, davon 3954 in Deutschland, und 52.831 Macan 3,0 Liter V6 TDI, davon 15.180 in Deutschland. Beide haben die Abgasnorm Euro 6. Allein beim Macan hätten die KBA-Prüfer fünf illegale Abschalteinrichtungen gefunden, die dafür sorgten, dass die Abgasreinigung nur im Labor voll funktioniert. Vergangenen Sommer hatte das KBA bereits einen Zwangsrückruf für 21.500 Cayenne-V6-Diesel verhängt. Die Diesel-Motoren in den Fahrzeugen stammen von Audi. Porsche selbst produziert keine.