Wirtschaft Meldungsmarkt: Prozess wegen Betrugs mit angeblichen Aktien

Mit angeblichen Aktien von Apple, Tesla und Google sollen bundesweit Hunderte Anleger um alles in allem rund 6,3 Millionen Euro geprellt worden sein. Vier Männer stehen deshalb seit gestern wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs vor dem Landgericht Marburg. Die Anklage wirft ihnen vor, Call-Center und Scheinfirmen gegründet oder für diese gearbeitet zu haben, um den gutgläubigen Anlegern am Telefon die nicht verfügbaren Aktien der US-Konzerne zu verkaufen. Die Anleger sollen zwischen Juni 2014 und April 2016 dank „überzeugender Verkaufsgespräche“ dazu gebracht worden sein, zwischen mehreren Hundert und über 100.000 Euro in die vermeintlichen Wertpapiere zu investieren. Die Angeklagten sollen auch dann noch weitergemacht und einfach neue Scheinfirmen für ihre Masche gegründet haben, als bereits Anzeigen eingegangen sowie Komplizen festgenommen worden sind. Zu Beginn des Prozesses zogen sich gestern die Prozessbeteiligten zurück, um sich auf eine mögliche Verständigung in dem umfangreichen Wirtschaftsverfahren zu einigen. Auf einen „Deal“ habe man sich aber nicht einigen können, sagte der Vorsitzende Richter hinterher. Die griechische Wirtschaft hat 2016 das achte Rezessionsjahr in Folge erlebt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 0,05 Prozent, wie griechische Medien gestern auf Grundlage von neuen Zahlen der Statistikbehörde Elstat berechneten. Mitte Februar hatte es noch geheißen, die Wirtschaftsleistung habe um 0,3 Prozent zugelegt. Ausschlaggebend für die schlechte Nachricht war eine gestern veröffentlichte Neuberechnung von Elstat für das vierte Quartal. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres sank die Wirtschaftsleistung demnach im Vergleich zum Vorquartal um 1,2 Prozent und nicht nur um 0,4 Prozent. Im Vergleich zum vierten Quartal 2015 ergab sich der Behörde zufolge ein Minus von 1,1 Prozent. |dpa