Wirtschaft Kommentar: Mehr Reserven nötig

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Die Bahn bekommt nun dringend

benötigte neue ICE-Garnituren. Es sollten aber nicht wieder voreilig Altfahrzeuge ausgemustert werden.

Seit Jahren ist Fahrzeugmangel eines der größten Probleme der Deutschen Bahn (DB) im Fernverkehr. Nun entspannt sich die Situation durch die Auslieferung neuer Zugeinheiten. Allerdings wächst gleichzeitig auch die Nachfrage – insbesondere auf der Strecke zwischen Berlin und München, wo sich die Fahrzeiten durch die Inbetriebnahme der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke durch den Thüringer Wald deutlich verkürzt haben. Die in diesem Jahr ausgelieferten ICE 4 werden deshalb direkt oder indirekt primär dieser Linie zugute kommen. Nötig sind aber nicht nur die Aufstockung der Kapazität auf stark gefragten Linien, sondern vor allem auch größere Fahrzeugreserven, die es erlauben, bei Betriebsstörungen den Schaden für die Fahrgäste einigermaßen in Grenzen zu halten. Es macht aus der Sicht der Kunden einen entscheidenden Unterschied, ob ein Zug ersatzlos ausfällt oder immerhin ein Ersatzzug gefahren wird. In der Vergangenheit hat die DB, um Kosten zu sparen, immer wieder voreilig ältere Fahrzeuge aus dem Betrieb genommen. Diesen Fehler sollte sie nicht wiederholen.

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