Wirtschaft Kommentar: Innovationsschub

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Konkurrenz belebt das Geschäft. Der neue Boom hochwertiger,

kinoreifer Serien hat auch deutsche Filmstudios wachgeküsst.

Es ist noch nicht so lange her, da waren Filmstudios in Deutschland vor allem ein Zulieferbetrieb für öffentlich-rechtliche Fernsehsender. Das gilt vor allem auch für Bavaria Film in München, zumal das Traditionsunternehmen mehrheitlich drei öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gehört. Dieses Verhältnis sicherte ein Auskommen, solange private Sendergruppen wie Pro 7 Sat 1 bei Eigenproduktionen auf der Bremse standen und Netflix & Co noch nicht existierten. Innovationen hat das aber nicht gerade gefördert. Das ist jetzt völlig anders. Die Branche boomt, und das auf einem wesentlich höheren Niveau. Das gilt technisch, aber vor allem auch hinsichtlich der Qualität von TV-Serien. Sie sind zum neuen Kino geworden. Aber nicht jeder kann hochwertige Serien produzieren. Nun kommt eine weitere Stufe des Wandels. Denn Netflix & Co drängen nicht mehr nur mit ihren US-Produktionen nach Europa. Sie wollen in Kernländern wie Deutschland mit Serien lokalen Inhalts punkten. Das hat heimische Wettbewerber wachgeküsst und erste Serien wie „Babylon Berlin“ aus der Taufe gehoben. Wer so etwas in großem Stil produzieren will, braucht gute Drehbuchautoren, bekannte Schauspieler und moderne Digitaltechnik. Die technische Hürde dürfte dabei in einem Land wie Deutschland gut zu überwinden sein. Schwieriger wird es beim Kreativpersonal, das will derzeit jeder, und Kreativität fällt nicht vom Himmel. Bavaria Film ist im internationalen Vergleich ein eher kleiner Fisch im Teich. Es dürfte spannend werden, wie sich das Unternehmen schlägt. Die Investitionsinitiative geht jedenfalls in die richtige Richtung.

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