Unternehmen RHEINPFALZ Plus Artikel Gut 150 Millionen: KSB erhält größten Auftrag der Firmengeschichte

Das neue KSB-Logo auf der Frankenthaler Hauptverwaltung des SDax-Konzerns.
Das neue KSB-Logo auf der Frankenthaler Hauptverwaltung des SDax-Konzerns.

Der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller KSB hat gerade den nach eigenen Angaben größten Einzelauftrag seiner 155-jährigen Firmengeschichte erhalten.

Der Großauftrag hat den Angaben des SDax-Konzerns zufolge ein Volumen von mehr als 150 Millionen Euro.

Die Energiesparte von KSB soll in den kommenden Jahren acht Hauptkühlmittelpumpen für ein Kernkraftwerk in Osteuropa produzieren und ausliefern.

Pumpen werden in der Pfalz gebaut

Gefertigt werden die mehr als 100 Tonnen schweren Pumpen im Frankenthaler Stammwerk. Jede der Pumpen hat eine Antriebsleistung von 8 Megawatt. Eine Hauptkühlmittelpumpe sorgt dafür, dass Kühlmittel kontinuierlich durch den Reaktorkern strömt, so KSB, um die entstehende Wärme abzuführen und für die Stromerzeugung zu nutzen.

Der Rekordauftrag für KSB bezieht sich auf die Lieferung der Großpumpen und die damit verbundenen Tests für den Betrieb im Primärkreislauf des Kernkraftwerks. Über den Auftraggeber wurde wie üblich Stillschweigen vereinbart.

KSB will bei Kraftwerkspumpen weiter wachsen

Als Marktführer für Kraftwerkspumpen wolle man mit „technologischer Kompetenz und breitem Wissen im Projektgeschäft“ weiter wachsen, betonte der Frankenthaler Maschinenbaukonzern. „Der weltweite Energiebedarf wächst, was zu einer nachhaltigen Nachfrage nach neuen Kraftwerken führt“, sagt Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung. „Dieser Auftrag unterstreicht das Vertrauen des Projektpartners in unsere Expertise und Erfahrung. Wir freuen uns, diese technisch anspruchsvollen Großpumpen aus unserem Frankenthaler Energiewerk liefern zu dürfen.“

KSB hat in Frankenthal rund 2000 Mitarbeiter

KSB beschäftigt weltweit rund 16.800 Mitarbeiter, am Stammsitz in Frankenthal arbeiten aktuell rund 2000 Menschen. Der Maschinenbaukonzern hat im vergangenen Jahr 3,035 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

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