Wirtschaft Google: IT-Konzern plant Werbeblocker

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Mountain View. Google will in seinen Browser Chrome laut einem Medienbericht eine Funktion zum Blockieren von unerwünschten Anzeigen integrieren.

Damit könnten dann im Browser automatisch Anzeigen-Typen herausgefiltert werden, die die Nutzer besonders stören, schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf Insider. Eine Bestätigung von Google gibt es nicht. Es dürfte zumindest eine Gratwanderung für das Unternehmen bedeuten, das auf Online-Werbung als Haupteinnahmequelle setzt. Nicht akzeptable Werbeanzeigen im Netz hatte in den USA zuletzt eine „Koalition für bessere Werbung“ definiert, zu der auch Google gehört. Zu negativ bewerteten Werbemitteln gehören Pop-up-Fenster, die die Website verdecken, automatisch startende Videos oder Anzeigen, die angesteuerten Seiten vorgeschaltet sind und erst nach einiger Zeit verschwinden. Laut Schätzungen benutzt jeder vierte Internet-Anwender einen Werbeblocker. Die Anwendungen sind umstritten. Medienunternehmen befürchten ein Wegbrechen ihrer Einnahmen im Netz. Sie werfen Firmen wie der deutschen Eyeo („Adblock Plus“) vor, sich mit Gebühren für die Aufnahme in eine Liste akzeptabler Werbeformen widerrechtlich in die Wertschöpfungskette der Medien zu drängen. Laut „Wall Street Journal“ zahlt Google dafür, um auf der Eyeo-Liste für akzeptable Werbung zu stehen. Im Gegenzug blockiere die Software Anzeigen in der Google-Suchmaschine nicht. Nils erklärt |dpa

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