Lkw-Bauer
Gewinn von Daimler Truck bricht deutlich ein
Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist im vergangenen Jahr um 34 Prozent eingebrochen. Das Konzernergebnis sei 2025 im Vergleich zum Vorjahr von rund 3,1 Milliarden Euro auf zwei Milliarden Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart am Donnerstagmorgen mit.
Mercedes-Benz Trucks trug demnach dank höherer Absatzzahlen in Europa und der beschleunigten Umsetzung der Effizienzmaßnahmen des Kostensenkungsprogramms „Cost Down Europe“ zu einer soliden Profitabilität bei. Die Marke Mercedes-Benz Trucks ist vor allem in Europa und Lateinamerika vertreten, ihre Fahrzeuge werden zu einem großen Teil im Lkw-Werk im südpfälzischen Wörth hergestellt. Die Anzahl der verkauften Lkw der Marke erhöhte sich allerdings nur leicht auf 159.871 (2024: 159.540 Einheiten).
Marktschwäche in Nordamerika
In Nordamerika brach der Absatz um 26 Prozent ein. Dort verkaufte der Konzern 2025 nur noch 141.814 Fahrzeuge. Der Markt schwächelt, weil sich Speditionen beim Bestellen neuer Fahrzeuge zurückhalten.
Insgesamt verkaufte Daimler Truck im Jahr 2025 weltweit 422.510 Lkw und Busse, 8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (2024: 460.409 Einheiten). Der Absatz batterieelektrischer Lkw und Busse stieg deutlich um 67 Prozent auf 6726 Einheiten (2024: 4035).
Die deutlich schlechtere Geschäftsentwicklung wirkt sich auch auf die Prämien der Beschäftigten aus: Die Ergebnisbeteiligung für die Tarifbeschäftigten, die im April ausgezahlt werden soll, beträgt 2701 Euro – vor drei Jahren waren es noch 7300 Euro.
Sparprogramm „Cost Down Europe“
Vor einem Jahr hat Daimler Truck ein massive Sparprogramm aufgesetzt. Es sieht vor, die jährlichen Kosten in Europa bis spätestens 2030 dauerhaft um mehr als eine Milliarde Euro zu senken. Teil des Programms ist der Abbau von rund 500 Stellen in Deutschland. Davon betroffen ist die Zentrale in Leinfelden-Echterdingen, aber auch die Verwaltung an den Truck-Standorten, darunter das größte Lkw-Werk in Wörth. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut Tarifvertrag allerdings bis Ende 2034 ausgeschlossen.
„Wir setzen unsere Effizienzmaßnahmen schneller um als geplant“, sagte Daimler-Truck-Chefin Karin Radström laut Mitteilung. 2025 habe das Unternehmen bereits Nettoeinsparungen von über 100 Millionen Euro erzielt, teilte der Dax-Konzern mit. Für 2026 strebe Daimler Truck Gesamt-Nettoeinsparungen von mindestens 250 Millionen Euro an.
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