Wirtschaft Firmen und Fakten: Aldi setzt in Großbritannien weiter auf Expansion

Der Discounter Aldi wird seine Expansion in Großbritannien weiter vorantreiben. Bis Ende 2025 will der britische Ableger des deutschen Konzerns 1200 neue Läden eröffnen, wie Aldi UK-Chef Giles Hurley gestern in London ankündigte. Aldi ist in Großbritannien mit einem Marktanteil von 7,6 Prozent die Nummer fünf hinter Marktführer Tesco, Sainsbury’s, Asda und Morrisons. Firmenangaben zufolge beschäftigt der Konzern auf der Insel mit über 775 Geschäften mehr als 30.000 Mitarbeiter. Aldi UK hatte für seine Expansion über Jahre Gewinneinbußen hingenommen. 2017 verbuchte die Kette in Großbritannien erstmals nach vier Jahren wieder einen Anstieg des Betriebsgewinns. Bei einem Umsatzplus von 16,4 Prozent auf 11,45 Milliarden Euro kletterte das operative Ergebnis um 26 Prozent auf rund 238 Millionen Euro. Die Kundenzahl legte um rund 1,1 Millionen auf 15,8 Millionen zu, so Hurley. „Während andere Lebensmittelhändler in ihren Bemühungen, Kunden zurückzugewinnen, mehr Komplexität in ihre Geschäfte bringen, halten wir uns an das, was Aldi am besten kann – clever einkaufen, schlank bleiben, die Qualität verbessern und die Preise niedrig halten“, betont Hurley. Er kündigte zudem an, in den Jahren 2019 und 2020 durch die Eröffnung von 130 Läden und neuen Verteilzentren 5000 Stellen zu schaffen. Der umstrittene US-Taxi-Rivale Uber will nun auch in Düsseldorf seine Dienste anbieten. Die Entscheidung für die Stadt sei deshalb gefallen, weil ein großes Interesse registriert worden sei. „Wir haben nachvollzogen, wie oft es Bestellversuche in Städten gibt, in denen es uns nicht gibt. Das waren in Düsseldorf allein in diesem Jahr 150.000“, so Uber-Deutschland-Chef Christoph Weigler. Bislang ist Uber in Deutschland in München und Berlin unterwegs. In Deutschland hatten Taxizentralen aus mehreren Großstädten gegen das auf private Fahrer setzende Angebot geklagt, weil diese Fahrer und Uber keine Genehmigung zur Personenbeförderung hätten. Uber wurde gerichtlich untersagt, Dienste mit Fahrern zu vermitteln, die keine Beförderungslizenz besitzen. Das entsprechende Angebot UberPOP ist auch in Frankreich, Spanien, Osteuropa und der Schweiz nicht mehr verfügbar. In Berlin und anderen Städten Europas bietet das Unternehmen den Dienst UberX mit lizenzierten Fahrern an.