Meinung Durchwachsene Aussichten für Immobilienkäufer

Die Zinsen für Immobilienkredite haben zuletzt vielfach wieder leicht zugelegt.
Die Zinsen für Immobilienkredite haben zuletzt vielfach wieder leicht zugelegt.

Trotz der EZB-Zinssenkung ist die Immobilienfinanzierung weiter schwierig. Auf einen raschen Aufschwung deutet wenig hin.

Seit Monaten legen sich Immobilienauguren ins Zeug, das Ende der Krise auszurufen. Die kaum verhohlene Nachricht: Nicht länger abwarten, der richtige Zeitpunkt für den Immobilienkauf ist da. Wenn solche Ratschläge von Maklern oder Finanzierungsvermittlern kommen, ist generell Skepsis angebracht. Das Statistische Bundesamt lieferte nun einen Realitätscheck: Die Preise sind abermals gesunken – und zwar deutlich.

Das Kreditzinsniveau bleibt hoch

Die Daten beziehen sich zwar auf das erste Quartal – das aktuelle Marktgeschehen spiegeln sie also nicht wider. Seit Ende März ist einiges passiert: Die EZB hat die Leitzinsen gesenkt; Stimmungsindikatoren aus der Immobilienbranche haben sich aufgehellt; die Kreditvergabe für Eigenheimkäufer ist gestiegen. Trotzdem deutet auf einen raschen Aufschwung am Markt nicht viel hin. Wie bei der mauen deutschen Wirtschaft insgesamt ist mit einer mühsamen Erholung zu rechnen. Selbst wenn die Preiskorrektur bei Wohnimmobilien abgeschlossen sein sollte, bleibt das Zinsniveau hoch.

Anhaltende Inflationsrisiken

Anders als bei Tages- und Festgeldkonten haben die Zinsen für Immobilienkredite zuletzt wieder leicht zugelegt. Angesichts anhaltender Inflationsrisiken ist es gut möglich, dass die Währungshüter in den kommenden Monaten die Finger von der Zinsschraube lassen. Außerdem bleiben die Arbeits- und Materialkosten hoch, sodass die Probleme der Immobilienwirtschaft und die Krise am Bau anhalten dürften.

Hier lesen Sie einen aktuellen ausführlichen Bericht zur Situation am Markt für Wohnungen und Häuser.

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