Wirtschaft Brexit macht Ford in Europa zu schaffen

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«Düsseldorf.» Der Brexit kommt Ford laut Deutschland-Chef Gunnar Herrmann teuer zu stehen.

Allein 2017 seien Ford durch den angekündigten EU-Austritt Großbritanniens Verluste von 600 Millionen Dollar (rund 490 Mio Euro) entstanden. Auch 2018 rechne der Konzern mit einem „stattlichen Minus durch das schwache Pfund“. Sorgen bereitet dem Manager vor allem die Möglichkeit eines harten Brexits, bei dem Großbritannien den europäischen Binnenmarkt verlassen würde. „Für uns ist das deshalb so problematisch, weil wir einen hohen internen Austausch zwischen der Produktion in Großbritannien und unseren Werken auf dem Kontinent haben“, sagte der Manager. So würden alle Dieselmotoren in Großbritannien gebaut. In Köln und Saarlouis würden sie in die Autos eingebaut und die Rechtslenker-Modelle würden dann wieder zurück auf die Insel gebracht. Hier drohe „eine unglaublich hohe Zollbelastung“. Bei einem Umsatz von 29,7 Milliarden Dollar erzielte Ford Europa 2017 nur ein operatives Ergebnis von 234 Millionen Dollar. Dennoch glaubt Herrmann nicht, dass Ford Europa ein ähnliches Schicksal wie der früheren General-Motors-Tochter Opel droht, die im vergangenen Jahr an Peugeot verkauft wurde. Die Situation sei schon deshalb nicht vergleichbar, weil General Motors mit Opel eine separate Marke verkaufen konnte.

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