Wirtschaft Black Rock investiert in Bilfinger

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Mannheim. Einer der weltweit größten Vermögensverwalter, das US-Unternehmen Black Rock, zeigt neuerdings auffallendes Interesse am Mannheimer Industriedienstleister Bilfinger SE.

Die Vermutung, dass der Investor vom jüngst überraschend angekündigten Dividenden-Regen des Mannheimer M-Dax-Unternehmens profitieren will, liegt nahe. 1 Euro je Aktie für 2016 ist der Vorschlag, über den die Hauptversammlung am 24. Mai abstimmen wird. 5,37 Prozent der Bilfinger-Stimmrechte besitzt neuerdings Black Rock, eine in der deutschen Industrielandschaft übliche Größenordnung für die Amerikaner. Überraschend ist das Black-Rock-Engagement insofern nicht, als Bilfinger nach eigener Angabe „kontinuierlich Kontakt zu Black Rock Fonds Managern im Rahmen unserer Investor Relations Aktivitäten“ hält. Der US-Investor ist zudem an vielen großen deutschen Industrieunternehmen beteiligt: So hält er etwa an der BASF 5,99 Prozent, an Daimler 5,58 Prozent sowie an Heidelberg Cement 4,995 Prozent. Alle drei sind im Dax notiert. Schon in der Vergangenheit sei Black Rock bei Bilfinger „immer mal wieder größer investiert“ gewesen, sagte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage. Das stimmt, allerdings ist das schon länger her. Was also steckt hinter dem Einstieg zum jetzigen Zeitpunkt? Kürzlich hat der seit Juli 2016 amtierende Bilfinger-Vorstandschef Tom Blades die Leitlinien der künftigen Strategie klar umrissen, nach Jahren des Herumeierns und sich Verzettelns: zwei Sparten in vier Regionen für sechs Industriezweige. Offenbar ist es dem Hamburger mit deutschen und englischen Wurzeln gelungen, ein wenig des verloren gegangenen Vertrauens der Kapitalmärkte zurückzugewinnen, nach einer Serie von Gewinnwarnungen, diversen Vorstandswechseln und einem Schrumpfkurs als Notbremse. Allerdings: Eine nachhaltige Wirkung hat das Engagement des Finanzriesen, der 13.000 Menschen in 70 Ländern beschäftigt und fast 5000 Milliarden Dollar (4730 Mrd Euro) verwaltet, auf die Aktie der Mannheimer nicht entwickelt. Das Papier dümpelt auf dem Niveau von Januar 2016. Damals war die Aktie auf dem bis dahin tiefsten Stand der vorangegangenen fünf Jahre angekommen. Aktienchart

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