Wirtschaft Besser mit der Bahn nach Frankreich

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Ludwigshafen. Voraussichtlich ab kommendem Freitag können nach RHEINPFALZ_Informationen endlich Tickets für ICE-Reisen nach Paris in der Zeit nach dem Fahrplanwechsel am 3. Juli gebucht werden – allerdings zunächst nur für die Züge, die über Kaiserslautern fahren. Nicht zuletzt wegen der Fußball-EM in Frankreich empfiehlt sich noch mehr als sonst eine frühzeitige Ticket-Buchung, die aber bisher für die Zeit ab 3. Juli nicht möglich ist, obwohl die sonst gültige Viermonats-Frist bereit seit Wochen läuft.

Am 3. Juli wird der zweite Abschnitt der französischen Ost-Schnellbahn (LGV Est) zwischen Baudrecourt in Lothringen und Vendenheim bei Straßburg in Betrieb genommen. Ursprünglich geplant war die Inbetriebnahme bereits für den 3. April; sie musste aber wegen des verheerenden Unfalls eines TGV-Versuchszuges am 14. November um drei Monate verschoben werden. Diese Verschiebung erfordert umfangreiche Veränderungen an den Fahrplandaten, wegen denen es bisher nicht möglich ist, Fahrkarten für die Züge zu buchen. Die Inbetriebnahme erfolgt mit einigen Einschränkungen, wegen denen die Fahrzeiten teilweise nicht ganz so stark verkürzt werden können wie früher angekündigt. Rund 27 Kilometer der 106 Kilometer langen neuen Schnellstrecke sind zunächst nur eingleisig befahrbar, zudem kann nicht mit Tempo 320 gefahren werden, sondern nur mit Tempo 300. Das Angebot wird sowohl zwischen Frankfurt über Mannheim nach Paris, als auch zwischen Stuttgart über Karlsruhe nach Paris um jeweils ein Zugpaar aufgestockt. Allerdings fährt eines der bisherigen fünf Zugpaare von Frankfurt nach Paris statt über Kaiserslautern und Saarbrücken künftig ebenso wie das neue sechste Zugpaar über die nun schnellere Strecke durchs Elsass. Kaiserslautern und Saarbrücken haben daher künftig nur noch vier Zugpaare nach Paris (davon drei ICE und ein TGV), Mannheim dagegen sechs (vier ICE und zwei TGV) und Karlsruhe sogar sieben (vier TGV und drei ICE). Ab 15. April lassen sich Tickets zunächst nur für die Zuge buchen, die über Kaiserslautern und Saarbrücken nach Paris fahren. Wann auch die Züge über Straßburg nach Paris gebucht werden können, steht derzeit noch nicht fest. Die DB hofft, dass dies noch im April der Fall sein wird, möglicherweise ab 22. April, eventuell aber erst ab 29. April. Die derzeit bei der Internet-Auskunft der DB genannte Angabe „voraussichtlich ab Mitte April“ würde in diesem Fall nur bei sehr großzügiger Auslegung zutreffen. Die Deutsche Bahn (DB) und die französische Staatsbahn SNCF verkaufen für die gemeinsam betriebenen Züge jeweils Tickets nach ihrem Preissystem, unabhängig davon, ob das Fahrzeug ein ICE oder TGV ist. Wer seine Fahrkarte bei der DB bucht, bekommt auf Sparpreis-Tickets, die nur im gebuchten Zug gelten, mit der Bahncard 25 einen Rabatt von 25 Prozent – allerdings erst ab einem Preis von 59 Euro. Gibt es beispielsweise für eine Reise von Kaiserslautern nach Paris, die im günstigsten Fall 29 Euro kosten kann, Tickets für bestenfalls 49 Euro, zahlt man mit der Bahncard 25 meist 44,20 Euro (75 Prozent von 59 Euro). Mit der Bahncard 50 gibt es auf die Sparpreise keinen Rabatt. Anders ist es bei nicht an einen Zug gebundenen Flexpreis-Tickets. Wegen der Reservierungspflicht bei grenzüberschreitenden Reisen kann man zwar, anders als im innerdeutschen Verkehr, nicht einfach in jeden Zug einsteigen, aber im Unterschied zu den Sparpreis-Tickets ist ein kostenlosen Umbuchen auf einen anderen Zug möglich. Für die Flexpreis-Tickets gibt es mit der Bahncard 25 einen Rabatt von 25 Prozent auf der kompletten Strecke. Mit der Bahncard 50 beträgt der Rabatt 25 Prozent auf der französischen und 50 Prozent auf der deutschen Strecke. Ab 3. Juli gibt es von Mannheim und Karlsruhe nach Marseille eine neue Umsteigeverbindung, für die sich erstmals Tickets nach dem deutschen System buchen lassen, so wie das bisher schon für den im März 2012 eingeführten Direktzug möglich ist. Der TGV von Frankfurt nach Marseille ist über Erwarten gut angekommen, hat allerdings den Nachteil, dass seine späte Ankunft um 21.46 Uhr in Marseille von vielen Reisenden als nicht optimal empfunden wird. Künftig gibt es eine Verbindung um 7.39 Uhr ab Mannheim mit Umsteigen in Straßburg und Ankunft in Marseille um 15.02 Uhr. Unterwegs hält der Zug unter anderem in Lyon, Avignon, Aix-en-Provence sowie in Neustadts Partnerstadt Mâcon. Nils fragt

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