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Baumarkt-Konzern Hornbach: Spürbarer Mitarbeiter-Zuwachs
Der europaweit tätige Baumarkt-Konzern Hornbach mit Hauptsitz im südpfälzischen Bornheim spricht von einem „starken“ Ergebnis in den ersten neun Monaten seines Geschäftsjahres, das am 28. Februar endet. Das sei, betonte der SDax-Konzern am Freitag, unter anderem auf eine leicht erhöhte Kundenfrequenz zurückzuführen.
Trotz der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Flaute in Deutschland hat sich die Anzahl der Beschäftigten bei Hornbach gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitpunkt europaweit per 30. November auf 25.357 erhöht (plus 2,3 Prozent). „Wir haben ein starkes Neunmonatsergebnis erzielt“, sagte Albrecht Hornbach, der Vorstandsvorsitzende der Konzern-Dachgesellschaft Hornbach Management AG.
Hornbach baut Marktanteile aus
Der größte Teilkonzern, die Hornbach Baumarkt AG, hat ihren Marktanteil in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern weiter ausgebaut. In Deutschland stieg der Marktanteil im Kalenderjahr 2024 (Stand Oktober) der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge auf 15,1 Prozent, in Tschechien gar auf 37,7 und in den Niederlanden auf 27,8 Prozent.
Der Umsatz des Gesamtkonzerns inklusive des Baustoffhandels der Hornbach Baustoff Union und der Hornbach Immobilien AG in den ersten neun Monaten 2024/25 lag auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums: 4,95 Milliarden Euro betrug der Umsatz; plus 0,5 Prozent gegenüber 2023/24. Der Gewinn (bereinigtes Betriebsergebnis Ebit) stieg um 11,4 Prozent auf 300 Millionen Euro.
Schwieriges Umfeld, aber mehr Umsatz
Auch die Umsätze im dritten Quartal des Geschäftsjahres hat Hornbach in einem angesichts von anhaltender Zurückhaltung der Kunden vor allem bei Großprojekten und Spontankäufen schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld gesteigert: um 1,3 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro.
Das bereinigte Ebit im dritten Quartal indes ist im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal deutlich um 28,1 Prozent auf 34,6 Millionen Euro zurückgegangen. Das sei erwartet worden, teilte Hornbach mit. Das Ergebnis „reflektiert unter anderem notwendige Lohnerhöhungen“, so der Konzern.
Von den europaweit gut 25.000 Beschäftigten arbeiten rund 1950 in der Konzernzentrale in Bornheim bei Landau und, bei der Hornbach Baumarkt AG, etwa 12.300 in Deutschland. Davon wiederum sind 2700 in der Pfalz tätig.
Neue Baumärkte kommen
Für das gesamte, noch laufende Geschäftsjahr erwartet der Baumarkt-Konzern einen Umsatz „voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres“ – das waren 6,16 Milliarden Euro. Den Gewinn (bereinigtes Ebit) erwartet Hornbach auf oder leicht über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023/24 (254,2 Millionen Euro).
„Trotz der herausfordernden Konsumstimmung sind wir mit der Kundennachfrage sehr zufrieden und zuversichtlich, was die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres angeht“, sagte Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Baumarkt AG. „Unsere Präsenz in mehreren europäischen Ländern stärkt uns, und wir werden in Europa, wo wir unverändert attraktive Expansionsmöglichkeiten sehen, weiter organisch wachsen.“ Der Hornbach-Konzern verfügt in Europa über 171 Bau- und Gartenmärkte in neun Ländern samt zugehöriger Onlineshops sowie in Deutschland und Frankreich über 39 Baustoffhandels-Niederlassungen.
Auch Online-Geschäft eine stabile Säule
Für das Geschäftsjahr 2025/26 plant Hornbach Baumarkt-Neueröffnungen in Deutschland, Österreich und Rumänien. Hornbach zählt zu den fünf größten Bau- und Gartenbedarfhändlern in Europa. In Deutschland ist Hornbach die Nummer drei hinter Bauhaus und Obi.
Das Online-Geschäft (inklusive „Click & Collect“, Internet-Bestellungen, die später in einem Markt abgeholt werden) hatte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres im Teilkonzern Hornbach Baumarkt einen Anteil von 12,4 Prozent des Umsatzes.