Geschäfte mit dem Ausland RHEINPFALZ Plus Artikel BASF und Co.: Warum Exporte für die Pfälzer Industrie noch wichtiger geworden sind

In die Statistik sind nur die Pfälzer Standorte von Industrieunternehmen einbezogen – wie hier etwa die BASF.
In die Statistik sind nur die Pfälzer Standorte von Industrieunternehmen einbezogen – wie hier etwa die BASF.

Die Industrie in der Pfalz ist im vergangenen Jahr noch stärker von Exporten angetrieben worden als im Jahr zuvor.

Die Exportquote in der Pfalz ist 2025 auf 65,2 Prozent gestiegen – nach 64,2 Prozent im Jahr 2024. Damit erwirtschaften die Industriebetriebe in der Pfalz weiter fast zwei Drittel ihrer Umsätze mit Verkäufen ins Ausland. Das hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz auf der Basis von Daten des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz errechnet.

Auslandsumsatz leicht erhöht

Die leichte Verschiebung hin zur noch größeren Bedeutung der Auslandsumsätze – vor allem der im EU-Ausland – ist zum Großteil allerdings vor allem der schwachen Nachfrage in Deutschland zuzuschreiben. „2025 mussten die Industrieunternehmen in der Pfalz Umsatzverluste bei den Inlandsabsätzen hinnehmen, wohingegen bei Auslandsumsatz ein leichter Zuwachs erzielt wurde“, sagte Ruth Scherer, Referentin für Wirtschaftsstatistik bei der IHK Pfalz. Demnach verringerte sich der Inlandsumsatz um 3,8 Prozent. Der Auslandsumsatz erhöhte sich um 0,6 Prozent. „Die höheren Auslandsumsätze konnten die absoluten Rückgänge im Inland nicht ganz kompensieren“, sagte IHK-Konjunkturexpertin Scherer der RHEINPFALZ.

Gesamtumsatz sinkt

So sank der Gesamtumsatz aller Pfälzer Industrieunternehmen um 1 Prozent. Bei Unternehmen, die Standorte auch im Ausland betreiben, allen voran etwa der Chemiekonzern BASF, der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck oder der Maschinenbauer KSB, sind nur deren Pfälzer Standorte in die Statistik einbezogen. Scherer führt das Minus auf „die andauernde angespannte geopolitische Lage“ und strukturelle Probleme zurück.

Für Rheinland-Pfalz insgesamt erhöhte sich die Exportquote den Angaben zufolge von 2024 auf 2025 von 55,3 auf 55,7 Prozent, deutschlandweit von 52,3 auf 52,7 Prozent.

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