Wirtschaft BASF: Geschäft mit Lederchemikalien geht an Stahl Group

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Ludwigshafen. Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF veräußert sein Lederchemikaliengeschäft. Betroffen sind weltweit rund 210 Beschäftigte, in Ludwigshafen rund 30.

Käufer ist die niederländische Stahl Group. Das teilten beide Unternehmen gestern mit. Stahl ist einer der führenden Hersteller von Prozesschemikalien für die Herstellung von Lederprodukten und für Hochleistungsbeschichtungen. Stahl übernimmt demnach das weltweite BASF-Lederchemikaliengeschäft und einen Produktionsstandort für Lederchemikalien in L’Hospitalet bei Barcelona. Die BASF erhält dafür eine Minderheitsbeteiligung von 16 Prozent an der Stahl Group. Zudem werde der Ludwigshafener Konzern mittel- bis langfristig „signifikante Mengen“ Lederchemikalien an Stahl liefern. Weitere Details zu der Vereinbarung wollte die BASF nicht nennen. Wie der Mehrheitseigner von Stahl, die französische Investmentgesellschaft Wendel, mitteilte, zahlt Stahl zudem 150 Millionen Euro in bar an die BASF. Nach Angaben von Wendel setzte die BASF mit Lederchemikalien 2016 rund 200 Millionen Euro um. Die BASF selbst machte keine Angaben dazu. Die Lederchemikalien gehören zum BASF-Unternehmenssegment Performance Products (Veredelungsprodukte). 110 der von der Transaktion betroffenen 210 Stellen befinden sich nach Angaben der BASF in Asien, Hauptsitz des Geschäfts ist Singapur. Wie aus dem Unternehmen zu erfahren war, entfällt der Rest großteils auf den spanischen Standort L’Hospitalet. Eine Standortvereinbarung regelt, dass den betroffenen rund 30 Mitarbeitern in Ludwigshafen andere Stellen angeboten werden. Stahl nennt für das zusammengelegte Lederchemikaliengeschäft einen Umsatz von 850 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 200 Millionen Euro. Die BASF hatte seit 2009 nach „strategischen Optionen“ für das Lederchemikaliengeschäft gesucht. Aktienchart: BASF

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