Frühjahrsputz RHEINPFALZ Plus Artikel Balkonkraftwerke reinigen: Diese 12 Fehler sollten Sie vermeiden

Kleine Energiespender: Bevor die Sonne wieder länger und öfter scheint, ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um Balkonkraftwerke zu
Kleine Energiespender: Bevor die Sonne wieder länger und öfter scheint, ist ein guter Zeitpunkt gekommen, um Balkonkraftwerke zu reinigen. Dabei gilt es allerdings, einiges zu beachten.

Staub, Pollen oder Vogelkot können den Ertrag einer kleinen Solaranlage mindern. Gerade im Frühjahr lohnt sich daher ein prüfender Blick auf die Module.

Viele Balkonsolaranlagen lassen sich selbst reinigen, sofern sie vom Balkon oder der Terrasse aus sicher erreichbar sind. Entscheidend sei ein schonendes Vorgehen, um Oberfläche und Technik nicht zu beschädigen. Darauf verweist das Informationsprogramm „Zukunft Altbau“. Ein Überblick über die häufigsten Fehler – und wie man sie vermeidet.

1. Sichtbare Verschmutzungen zu lange ignorieren: Staub, Pollen, Blütenreste oder sogar Moos können sich mit der Zeit auf der Moduloberfläche ablagern. Solche Verschmutzungen verringern die Lichtdurchlässigkeit und damit den Stromertrag. Wer deutlich sichtbaren Schmutz über längere Zeit hinnimmt, verschenkt unter Umständen Leistung.

2. Module trotz schlechter Erreichbarkeit reinigen: Eine Eigenreinigung ist nur dann sinnvoll, wenn das Modul vom Balkon oder der Terrasse aus sicher erreichbar ist. Riskante Kletteraktionen oder unsichere Standorte bergen Unfallgefahren. In solchen Fällen sollten Fachleute hinzugezogen werden.

3. Groben Schmutz sofort mit Wasser bearbeiten: Erde, Staub oder Laubreste sollten zunächst trocken und vorsichtig entfernt werden, etwa mit der Hand oder einem weichen Besen. Wird grober Schmutz sofort nass bearbeitet, kann er verschmieren und die Oberfläche unnötig verkratzen.

4. Grobe Werkzeuge verwenden: Metallschwämme oder auch harte Bürsten sind tabu. Sie können die Glasoberfläche oder die Beschichtung beschädigen. Solche Kratzer beeinträchtigen nicht nur die Optik, sondern können auch den Ertrag dauerhaft mindern.

5. Module mit zu starkem Druck schrubben: Auch ein weiches Tuch schützt nicht vor Schäden, wenn mit zu viel Druck gearbeitet wird. Solarmodule sind robust, sollten aber dennoch behutsam behandelt werden. Schonendes Wischen genügt in der Regel vollkommen.

6. Einen Hochdruckreiniger verwenden: Vom Einsatz eines Hochdruckreinigers wird ausdrücklich abgeraten. Der kräftige Wasserstrahl kann Dichtungen und empfindliche Bauteile beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall dringt Feuchtigkeit in die Elektronik ein.

7. Flexible Module wie Glasmodule behandeln: Bei flexiblen Modulen mit Kunststoffoberfläche ist besondere Vorsicht geboten. Hier sollte ausschließlich mit einem weichen Tuch gearbeitet werden. Grober Druck oder harte Materialien können die Oberfläche schneller beschädigen.

8. Falsche Reinigungsmittel verwenden: In der Regel genügt klares Wasser, bei Bedarf mit etwas mildem Spülmittel oder handelsüblichem Glasreiniger. Aggressive oder scheuernde Reinigungsmittel sollten vermieden werden, um die Oberfläche nicht anzugreifen.

9. Nach der Reinigung auf das Trockenreiben verzichten: Nach der Reinigung empfiehlt es sich, die Oberfläche vorsichtig mit einem Geschirr- oder Mikrofasertuch zu trocknen. So lassen sich Wasserflecken und Schlieren vermeiden. Zurückbleibende Streifen können die Lichtaufnahme beeinträchtigen.

10. Balkonkraftwerk in der prallen Sonne reinigen: Bei starker Sonneneinstrahlung trocknet das Wasser sehr schnell. Das kann zu unschönen Streifen auf den Solarmodulen führen. Besser sind gemäßigte Temperaturen und bedeckter Himmel.

11. Auf einen Technik-Check verzichten: Die Reinigung bietet eine gute Gelegenheit für einen kurzen Kontrollblick. Sitzt der Stecker noch richtig? Sind alle Kabel unbeschädigt und korrekt angeschlossen? Ein kurzer Blick kann helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen.

12. Warnsignale ignorieren: Zeigt der Wechselrichter kein grünes Licht, sondern rot oder auch rot-grün, kann das auf eine Störung hinweisen. Auch Schäden an den Kabeln oder an den Steckern sind ein Warnsignal. In diesen Fällen sollte ein Experte eingeschaltet werden.

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