Wirtschaft Apple vor Alphabet und Microsoft

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«Frankfurt.» Die fünf wertvollsten börsennotierten Unternehmen kamen Ende Juni laut einer Liste der Unternehmensberatung EY aus der digitalen Welt. Apple führt mit einem Börsenwert von 751 Milliarden Dollar (657 Milliarden Euro) die Rangliste vor der Google-Holding Alphabet (636 Milliarden Dollar) an.

Hinter Microsoft (532 Milliarden Dollar) auf Platz drei belegen erstmals der Online-Händler Amazon (463 Milliarden Dollar) und Facebook (438 Milliarden Dollar) die Ränge vier und fünf. Sie verdrängten Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway und den Ölriesen Exxon Mobil, der vom fünften auf den neunten Platz zurückgefallen ist. „Die Auswirkungen der Digitalisierung werden immer stärker sichtbar und erfassen immer mehr Branchen und Lebensbereiche“, betonte EY-Deutschland-Chef Hubert Barth. „Wir erleben eine fundamentale Umwälzung, die angetrieben wird von innovativen und zunehmend auch hoch profitablen Technologiekonzernen.“ Stellten die USA vor einem halben Jahr noch die kompletten Top Ten der Börsen-Schwergewichte, sind nun zwei chinesische Unternehmen in die Phalanx eingebrochen – und auch sie kommen aus der Digitalbranche: die Internet-Händler Alibaba und Tencent auf den Rängen sieben und zehn. Ende 2016 hatten sie noch auf den Plätzen 19 und 13 gelegen, seither sind ihre Börsenwerte um 62 beziehungsweise 46 Prozent nach oben geschnellt. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung des iPhone-Herstellers Apple stieg seit Jahresbeginn um knapp 22 Prozent, die von Alphabet um 18 Prozent. Unter den 300 teuersten Unternehmen der Welt zählt EY 36 IT-Konzerne – doch nur drei davon kommen aus Europa. Das könne zum Problem werden. „Die Digitalisierung schreitet in großen Schritten voran – und derzeit werden die Regeln in erster Linie von amerikanischen und asiatischen IT-Konzernen gemacht“, betonte Barth. Das wertvollste europäische Unternehmen ist auf Platz 13 der Schweizer Nahrungsmittelgigant Nestle mit 272 Milliarden Dollar. Erst auf Platz 56 weltweit folgt mit dem Softwareriesen SAP (126 Milliarden Dollar) die Nummer eins in Deutschland. Unter den Top 100 finden sich mit SAP, Siemens (Platz 68) Bayer (70) und nun auch der Allianz (93) vier börsennotierte deutsche Konzerne, Ende 2016 waren es noch sechs. Alles in allem finden sich 23 europäische Unternehmen unter den 100 wertvollsten, 52 kommen aus den USA. „Europa ist stärker, als es das Börsenranking suggeriert“, betonte Barth. Der Kontinent habe eine industrielle Basis, die man etwa in den USA vergeblich suche.

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