Sparen mit der Rheinpfalz
Altes Brot ist selten für die Tonne
Altes Brot wegzuwerfen, war nie eine gute Idee. Es lässt sich gut verwerten – und Geld sparen. Manches Rezept aus Omas Küche ist plötzlich topmodern.
Laut Statistischem Bundesamt ist Brot fast 20 Prozent teurer als vor einem Jahr. Bei einer jährlichen Einkaufsmenge von rund 43 Kilogramm im Schnitt macht sich die Teuerung in den Kassen der privaten Haushalte deutlich bemerkbar. Umso wichtiger wäre es, trocken gewordenes Brot nicht achtlos wegzuwerfen. Nach Obst und Gemüse gehören Backwaren zu den Lebensmitteln, die am häufigsten im Müll landen, wie eine GfK-Befragung 2020 ergab. Ein Hauptgrund der Verschwendung: eine zu große eingekaufte Menge. Die Verbraucherzentrale Hessen appelliert an die Haushalte, aus hartem Brot, trockenen Brötchen oder Weihnachtsplätzchen, die nicht gegessen werden, etwas Sinnvolles zu machen. „Alle Backwaren, die nicht schimmelig sind, sondern einfach nicht mehr taufrisch, sind noch bestens verwertbar und müssen nicht in den Müll“, sagen die Verbraucherschützer.
280 Scheiben Toast pro Haushalt im Müll
Sie sprechen von 7 Kilogramm Brot, 90 Brötchen, 140 Scheiben Mischbrot oder 280 Scheiben Toast, die pro Haushalt und Jahr weggeworfen werden.
Verbraucherzentralen bieten Rezepte an
Zudem listen die Verbraucherschützer auf, wie Reste von Schwarzbroten, Baguettes, Blechkuchen, Rosinenbrötchen, Laugenbrezeln oder Butterkeksen verarbeitet werden können. So taugt altes Weiß- oder Toastbrot als geröstete Suppeneinlage oder es wird für die Herstellung von Croque Monsieur, Croutons, Semmelknödeln oder -bröseln verwendet, die dem Panieren von Fleisch, Überbacken von Gratins oder Füllen von Frikadellen dienen. Weitere Rezepte mit Brot bietet das Zu-gut-für-die Tonne-Portal der Verbraucherzentralen mit Suchsystem an.
Nur verschimmeltes Brot muss weg
Nicht mehr zum Verzehr geeignet ist jedoch Brot, das Schimmel angesetzt hat.
Deuten weiße bis grünliche Flecken an der Oberfläche auf die Schimmelbildung hin, sollte das ganze Brot weggeworfen werden. Die Pilzsporen könnten den ganzen Laib durchziehen, ohne dass dies mit dem bloßen Auge zu erkennen sei, warnt die Verbraucherzentrale.