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Mittwoch, 13. Dezember 2017 Drucken

Wirtschaft

Profine weitet Geschäft aus

Kunststoffprofil-Hersteller in Pirmasens voll ausgelastet – Fachkräfte fehlen

Von Peter Rojan

In der Produktion bei Profine: ein Mitarbeiter prüft die fertigen Profile.

In der Produktion bei Profine: ein Mitarbeiter prüft die fertigen Profile. ( Archivfoto: Oster)

«Pirmasens». Zum ersten Mal seit fünf Jahren sei die Profine-Gruppe „signifikant“ gewachsen. Der Umsatz im laufenden Geschäftsjahr 2017 steige voraussichtlich um 50 Millionen auf 750 Millionen Euro. Das teilte gestern der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, Peter Mrosik, in Pirmasens mit.

Die Fabriken in Pirmasens und Berlin seien ausgelastet, „wir arbeiten am Anschlag“, sagte Mrosik gestern. Entsprechend werde auch der Ausstoß steigen: Statt 90 Tonnen Fensterprofile und Kunststoffplatten werde Profine im laufenden Geschäftsjahr in Pirmasens rund 100 Tonnen produzieren, sagte Mrosik. Das Wachstum wirke sich positiv auf das Geschäftsergebnis aus, das 2017 voraussichtlich um rund 10 Prozent steigen werde. Unter den Marken Kömmerling, KBE und Trocal produziert die Profine-Gruppe Kunststoffprofile für Fenster und Haustüren, Sichtschutz-Systeme und PVC-Platten. Profine ist nach eigenen Angaben weltweit führender Anbieter der Branche, liefert seine Produkte in 70 Länder und ist Arbeitgeber für über 3000 Mitarbeiter an 29 Standorten in 22 Ländern. Im Oktober hat die Profine-Gruppe eine neue Produktionsstätte im indischen Vadodara eröffnet. Mit dem neuen Werk erhöht das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Kapazität in Indien auf 6000 Tonnen Kunststoffprofile pro Jahr.

In Pirmasens beschäftigt Profine 1200 Männer und Frauen, Tendenz steigend, und sucht händeringend weitere Fachkräfte. „Das ist wirklich misslich“, sagte Mrosik, denn Profine habe kräftig investiert, um den Standort Pirmasens weiter auszubauen, „dazu brauchen wir aber Arbeitskräfte“, sagte Mrosik. Sogar im Stadion des FSV Mainz 05 – Profine ist Sponsor des Fußball-Bundesligisten – habe man schon Werbung gemacht, um Arbeitnehmer für Pirmasens zu gewinnen. Ohne großen Erfolg. Derzeit schließen Leiharbeiter die Lücken, „in der Spitze in diesem Jahr zusätzlich 120 Leute“, so Mrosik. Einige Leiharbeiter seien übernommen worden,

Profine kaufte im August von der Stadt Pirmasens ein 70.000 Quadratmeter großes Grundstück an der B 10, gegenüber dem Firmengelände, das Platz bietet für weitere Expansionen. Ab dem dritten Quartal 2018 werde mit dem Ausbau der Freiflächen begonnen, geplant sei, Platz zu schaffen für die Logistik und ein Farbzentrum. Möglich sei, dass in Pirmasens das zentrale Lager für ganz Europa entstehe. In den nächsten Jahren will Profine an seinem westpfälzischen Standort einen zweistelligen Millionenbetrag investieren. Unter der Ägide von Mrosik, der Profine im Jahr 2012 gekauft hatte, sind 45 Millionen Euro in den Standort Pirmasens geflossen.

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