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Donnerstag, 08. März 2018 Drucken

Wirtschaft

Kommentar: Besser reisen heißt die Devise

VoN THOMAS WÜPPER, BERLIN

Wer sicher und mit gutem

Gewissen die Urlaubsreise

antreten will, der sollte nicht

nur auf den Preis achten.

Wohin geht es in diesem Jahr in Urlaub? In die Türkei oder vielleicht nach Ägypten, wo mit Tiefpreisen alles inklusive in Fünf-Sterne-Hotelanlagen gelockt wird? Oder noch weiter weg nach Thailand, in die USA oder etwa auf die Malediven? Oder einfach mal wieder zum Baden an die Ostsee, zum Wandern in die Pfalz oder in den Schwarzwald oder umweltfreundlich auf dem Rad die Donau, den Rhein oder die Elbe entlang?

Für viele Millionen Bundesbürger stellen sich diese Fragen jedes Jahr neu und die Antworten werden nicht einfacher. Denn die Vielfalt der Reiseangebote ist groß wie nie, zudem locken vermeintliche Urlaubsschnäppchen an jeder Ecke.

Da kann man schnell schwach werden, zumal die Anbieter in ihrer Werbung alle nicht so schönen Aspekte ihrer Offerten meist konsequent ausblenden.

Deshalb ist auch beim Reisen die Verantwortung des Konsumenten gefragt. Jeder kann frei entscheiden, ob man sein Urlaubsgeld in Ländern ausgibt, wo Militärregime und Despoten herrschen. Jeder weiß, wie klimaschädlich Fliegen ist und dass Tourismus noch viele andere Schattenseiten hat. Dafür genügt ein Blick auf oft planlos und gierig zersiedelte Meeresküsten und Bergtäler voller Hotelanlagen. Und vom Milliardengeschäft mit den schönsten Wochen des Jahres hat die lokale Bevölkerung oft viel zu wenig.

Mehr Nachhaltigkeit muss auch beim Reisen ganz oben stehen. Das heißt für Verbraucher vor allem: Nicht nur auf den Preis schauen, sondern mehr auf die Qualität. Es gibt Veranstalter und Hoteliers, die stark auf die Umwelt- und Sozialverträglichkeit achten, und andere, für die schnelle Rendite ganz oben steht. Gütesiegel können bei der Auswahl einer zertifizierten Reise helfen.

Aber auch hier bleibt für die erfolgsverwöhnte Branche noch viel zu tun, damit sie ihrer Verantwortung gerecht wird.

Pfalz-Ticker