Schließen x

Anmelden

»Registrieren     »Passwort vergessen

Freitag, 09. März 2018 Drucken

Wirtschaft

BMW dreht erneut Rekordrunde

Münchner Autohersteller steigert Jahresüberschuss 2017 auf 8,7 Milliarden Euro

Von Thomas Magenheim, München

Der Absatz von BMW-Geländewagen der X-Reihe, hier der Alpina XD3 auf dem Genfer Autosalon, hat um 10 Prozent zugelegt.

Der Absatz von BMW-Geländewagen der X-Reihe, hier der Alpina XD3 auf dem Genfer Autosalon, hat um 10 Prozent zugelegt. ( Foto: DPA)

Der Münchner Premiumautobauer BMW hat auch dank eines US-Steuergeschenks im Jahr 2017 seinen Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr um gut ein Viertel auf 8,7 Milliarden Euro gehievt.

„Wir haben das erfolgreichste Geschäftsjahr unserer Geschichte hinter uns und 2017 zum achten Mal in Folge Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielt“, jubelte Konzernchef Harald Krüger in München. Beim Ergebnis nach Steuern schlug dabei die jüngste Senkung der US-Körperschaftssteuer mit fast 1 Milliarde Euro positiv zu Buche. Aber auch vor Steuern und Zinsen stieg der operative Gewinn um gut 5 Prozent auf knapp 10 Milliarden Euro.

„Wir haben vergangenes Jahr rund 1 Milliarde Euro mehr für Forschung und Entwicklung aufgewendet als 2016“, betonte BMW-Finanzchef Nicolas Peter – zusammen waren es 6,1 Milliarden Euro. 2018 sollen die Forschungsaufwendungen erneut im oberen dreistelligen Millionenbereich zulegen.

Bei der Elektromobilität sehen sich die Bayern zumindest in Deutschland in einer Führungsposition. So sei der Absatz elektrifizierter Fahrzeuge 2017 um zwei Drittel auf 103.800 Strom- und Hybrid-Modelle gestiegen. Dieses Jahr sollen mindestens 140.000 Elektro- und Hybridautos verkauft werden. Bis Ende 2019 will der Konzern eine halbe Million elektrifizierte Autos auf die Straße gebracht haben, was mehr als eine Verdoppelung gegenüber dem aktuellen Stand bedeutet. Der Marktanteil von BMW bei neu zugelassenen Elektroautos beträgt europaweit 21 Prozent. Das ist gut dreimal mehr als bei Autos mit Verbrennungsmotor.

2017 haben die Bayern fast 2,5 Millionen Fahrzeuge ihrer drei Konzernmarken BMW, Mini und Rolls-Royce verkauft. Das ist ein Zuwachs von gut 4 Prozent, womit die Münchner nach eigenen Angaben weltweit führender Premiumauto-Hersteller bleiben. Bei Einzelmarken rangiert der Stuttgarter Rivale Mercedes vor BMW.

Regional wird der neue Absatzrekord vor allem von China mit einem Plus von 15 Prozent binnen Jahresfrist auf über 516.000 Autos getragen. In den USA ging der Verkauf dagegen um 3,5 Prozent auf knapp 367.000 Autos zurück. Mit Motorrädern legte BMW erneut eine Rekordrunde zurück. Hier stieg der Absatz um 13 Prozent auf über 164.000 verkaufte Zweiräder.

Der Absatzrekord 2017, den BMW in diesem Jahr übertrumpfen will, hat den Münchnern einen neuen Höchstwert beim Umsatz beschert. Er erreichte bei einem Plus von etwa 5 Prozent fast 99 Milliarden Euro.

Von der anhaltenden Rekordfahrt profitieren gleichermaßen Personal und Aktionäre. Die Dividende erhöhen die Münchner für Stammaktionäre um 50 Cent auf 4 Euro und für Vorzugsaktionäre auf 4,02 Euro je Aktie. Das Personal wurde binnen Jahresfrist um 5200 auf konzernweit 130.000 Mitarbeiter aufgestockt.

Zugang auswählen


Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Sie sind bereits Kunde?

Einloggen

Pfalz-Ticker