Drei türkische Bewohner der Kölner Keupstraße, die den NSU-Nagelbombenanschlag vor zehn Jahren miterlebten, treffen im Kölner Schauspiel – etwa 150 Meter vom Ort des Anschlags entfernt – auf drei Schauspieler, die wohlmeinende, aber ratlose Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft darstellen: Das Stück „Die Lücke“ von Nuran David Calis, Sohn armenisch-jüdischer Einwanderer aus der Türkei, ist das jüngste Beispiel für die wieder wachsende Bedeutung des Theaters als Medium der Sozialkritik.