Rheinpfalz »Transit«: Damals wie heute
Geschichte wiederholt sich: Viele Jahre sind seit dem Zweiten Weltkrieg vergangen, doch noch immer sind unzählige Menschen auf der Flucht.
In seinem experimentellen Drama „Transit“ verlagert der Regisseur Christian Petzold das Schicksal eines Mannes, der vor den Nazis flieht, aus dem Jahr 1942 in die Gegenwart. In Marseille wartet Georg (Franz Rogowski) darauf, mit einem Schiff aus Europa zu entkommen. Ein Transitvisum nach Mexiko hat er zunächst nicht, erst als der deutsche Flüchtling durch einen Zufall an die Papiere des verstorbenen, kommunistischen Schriftstellers Weidel gelangt, kann er die gefährliche Ausreise antreten. Noch komplizierter wird die Situation als Weidels Ehefrau Marie (Paula Beer) von dessen Anwesenheit in der Stadt erfährt und sich Georg in die junge Frau verliebt. Poetisch und politisch zugleich, so die Kritik, nähert sich Petzold in seinem Berlinale-Beitrag dem leider noch immer aktuellen Flüchtlingsthema.
Info
»Transit«: mit Franz Rogowski, Paula Beer, Godehard Giese; Regie: Christian Petzold; D 2017, 97 Minuten, ab 12 Jahren, Start: 5.4.