Baden-Württemberg Tickets für Spaniens öffentliches Training längst weg

Spaniens Dani Olmo
Der Spanier Dani Olmo (M) feiert den Führungstreffer seiner Mannschaft.

Donaueschingen, der Öschberghof und der SV Aasen haben Erfahrung als Gastgeber von Star-Fußballern. Zur EM kommt ein Titelkandidat.

Donaueschingen (dpa/lsw) - Spaniens EM-Mannschaft bestreitet am Montag (19.00 Uhr) in Donaueschingen ein öffentliches Training - die Tickets dafür sind aber längst weg. «500 Zuschauer sind zugelassen, wir als Verein haben auch ein gewisses Kontingent - aber es gibt nichts mehr», sagte Rainer Hall, Vorsitzender des SV Aasen, der dpa. Auf den Plätzen des Bezirksligisten bereitet sich der Turniermitfavorit von Montag an vor. Sein Quartier hat die Auswahl um den Leipziger Bundesliga-Profi Dani Olmo nebenan im Öschberghof.

Das Team von Trainer Luis de la Fuente landet am Sonntagabend in Stuttgart. In der Gruppe B trifft es in Berlin auf Kroatien (15. Juni), in Gelsenkirchen auf Italien (20., Juni) und in Düsseldorf auf Albanien (24. Juni). Der SV Aasen hat einen langfristigen Kooperationsvertrag mit dem Öschberghof, in den vergangenen Jahren trainierten dort bereits der FC Barcelona und der FC Liverpool. Und Ende Juli kommt der deutsche Meister Bayer Leverkusen.

Der 1300-Einwohner-Ortsteil profitiert nach Angaben Halls vor allem davon, dass ihm das ganze Jahr drei gepflegte Rasenplätze zur Verfügung stehen. «Was wir in den letzten Jahren erleben durften, das macht uns schon besonders - und das wirkt sich auch in der Jugendarbeit aus», sagte Aasens Vereinschef. Er verweist besonders auf die Begegnungen mit Liverpools Ex-Startrainer Jürgen Klopp.

Der Öschberghof richtet sich auf eine 100 Personen große Delegation der Spanier ein. Für das Luxus-Hotel mit Golfplatz bedeutet dies «sechs Wochen hundert Prozent garantierten Umsatz», so Ben Hortig, Sportdirektor des Hotels. Der Weltmeister von 2010 plant, zwischen allen Spielen nach Donaueschingen zurückzukehren. Falls die Spanier früh ausscheiden, habe man Stornobedingungen festgelegt.

Die Spanier bringen ihren eigenen Koch mit, die Einkaufsliste liegt ihren Gastgebern vor. «Wir haben einen Menüplan für die ersten zwei Wochen. Spanische Spezialitäten sind weniger dabei, eher asiatische wie Austernsoße und Kimchi», sagte Hortig. Einiges umräumen mussten die insgesamt 380 Hotel-Angestellten auf Wunsch der Spanier auch: Aus dem Speisesaal wurde ein Spielzimmer unter anderem mit Billardtischen und Tischkicker.

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