Rheinpfalz Tag des Offenen Denkmals: In Mannheim sind 27 Einrichtungen geöffnet

Denkmal Herschelbad: Auch sonst geöffnet, aber am Sonntag gibt’s auch Erläuterungen zum Jugendstilbau. Foto: KUNZ
Denkmal Herschelbad: Auch sonst geöffnet, aber am Sonntag gibt’s auch Erläuterungen zum Jugendstilbau.

Einmal im Jahr – jeweils am zweiten Sonntag im September – werden bundesweit Kulturdenkmäler geöffnet, die sonst nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich sind. Der Tag dient dazu, für das Anliegen des Denkmalschutzes zu werben. In Mannheim sind an diesem Tag diesmal 27 Denkmäler geöffnet, darunter die Multihalle im Herzogenriedpark.

Seinen Ursprung hat der Tag des offenen Denkmals in Frankreich. Erstmals 1984 veranstaltet, war die Aktion dort auf Anhieb ein großer Erfolg, der rasch auch andere europäische Länder mitriss. So griff der Europarat den Gedanken auf und rief 1991 die „European Heritage Days“ ins Leben. Seither nehmen regelmäßig mehr als 2500 Kommunen mit rund 7500 Denkmälern teil, die bundesweit mehr als 4,5 Millionen Besucher zählen. Mannheim beteiligt sich seit 1995 an der Aktion.

Dieses Jahr haben am 8. September in der Quadratestadt 27 Denkmäler geöffnet. Im Nationaltheater am Goetheplatz, das nach Plänen des Architekten Gerhard Weber gebaut und 1957 eingeweiht wurde, finden um 11 sowie um 14 Uhr Führungen des Landesamts für Denkmalpflege zu dem Thema „Immer Theater mit der Denkmalpflege!“ statt. Das älteste Mannheimer Hallenbad, das Herschelbad in U 3, 1, ist zwischen 13 und 18 Uhr geöffnet. In dem Jugendstilbau gibt es dann stündlich Führungen. Die Multihalle im Herzogenriedpark, die weltweit größte freitragende Gitterschalenkonstruktion, ist von 9 bis 19.30 Uhr geöffnet. Führungen werden um 9.30 sowie um 11 Uhr angeboten. Treffpunkt ist außerhalb des Parks am Eingang Max-Joseph-Straße.

Moderne Abwassertechnik in historischen Bauwerken zeigt der städtische Eigenbetrieb Stadtentwässerung. Von 11 bis 16 Uhr finden Führungen am Fremdeneinstieg in der Breiten Straße vor F 1 statt. Auch Mannheims ältestes Pumpwerk Ochsenpferch in der Bunsenstraße 8 öffnet zwischen 13 und 17 Uhr seine Tore. Geführte Rundgänge gibt es zu jeder vollen Stunde. Um 13 Uhr wird auch eine Kinderführung angeboten. Bei Regenwetter bleibt der Fremdeneinstieg wegen Überflutungsgefahr geschlossen.

Der Hochbunker in der Neckarstadt-West war vor seinem Umbau ein „unbequemes Denkmal“. Nun ist er Mannheims Archiv, Haus der Stadtgeschichte und Erinnerung – ein lebendiger Ort, der Geschichte und Gegenwart verbindet. Das Marchivum am Archivplatz 1 hat an diesem Tag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen gibt es um 14 und 16 Uhr, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Voranmeldung ist nicht möglich. Die KZ-Gedenkstätte Sandhofen in der Gustav-Wiederkehr-Schule, Kriegerstraße 28, dokumentiert die Geschichte des KZ-Außenlagers als Teil des nationalsozialistischen KZ-Systems. Die Gedenkstätte ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen finden ab 14.30 Uhr statt.

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