Rheinpfalz Stichwort: Medizinische Versorgung von Terror-Opfern

Terroristische Attentäter in Europa haben es meist auf die Zivilbevölkerung abgesehen. Rettungskräfte, Notärzte und Krankenhäuser werden dabei mit unkalkulierbaren Situationen konfrontiert: Komplexe Schuss-, grausige Explosions- und Stichverletzungen sowie die hohe Zahl an lebensgefährlich verletzten Opfern – womöglich an mehreren Orten und zu unterschiedlichen Zeitpunkten – stellen die Ärzte vor neue medizinische und taktisch-strategische Herausforderungen. Nach Terror-Attacken müssen viele Opfer sehr rasch auf zahlreiche Kliniken verteilt und dort mit besonderen chirurgischen Techniken behandelt werden, wie man sie bislang nur aus dem Krieg kennt. Im dafür erstellten Fünf-Punkte-Plan der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie spielen Schulungsmaßnahmen fürs medizinische Personal eine wichtige Rolle. Die derzeitige Chirurgen-Spezialschulung an den Homburger Unikliniken ist ein Pilotprojekt für ganz Deutschland. Im Herbst soll sie fortgesetzt werden – mit einem Planspiel, bei dem ein Terroranschlag simuliert wird.
