Rheinpfalz „Rosa ist eine Lebenseinstellung“

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Bad Dürkheim. Die Nachricht hat neulich überrascht: Daniela Katzenberger, Ludwigshafens bekannteste Blondine, möchte den Schwarzwald wieder verlassen und mit ihrer Familie nach Bad Dürkheim ziehen. Das 29-jährige Sternchen plaudert über ihre Pläne.

Frau Katzenberger, Sie wollen nach Bad Dürkheim ziehen. Wie kommt’s?

Ich habe vor zwei Jahren den Film gedreht in Bad Dürkheim und habe gesehen, dass es sehr schön dort ist. Aus Ludwigshafen weg wollte ich vor allem wegen meiner Tochter, weil dort die BASF-Luft so schlecht ist. Jetzt wohne ich in Lucas’ ( ihr Verlobter Lucas Cordalis) altem Elternhaus im Schwarzwald, aber eigentlich wollte ich nie so weit weg. Mit Bad Dürkheim konnte sich Lucas auch anfreunden, und deswegen haben wir nach Grundstücken geschaut. Sie sind wirklich wegen der schlechten BASF-Luft umgezogen? Ich wollte eigentlich nie aus Ludwigshafen weg, aber mir war das Wohl meiner Tochter am wichtigsten. Ich bin halt ein echtes Pfälzer Mädel und liebe meine Heimat. Ich fand es aber auch vorher schon sehr schön in Bad Dürkheim – auch Harald Glööckler lebt dort. Man kennt sich? Ja, nicht sehr gut, aber ich habe Harald Glööckler schon kennengelernt. Vielleicht begegnen wir uns dann ja häufiger im Supermarkt. Glööckler wohnt in Kirchheim, verschiedene Medien hatten aber Bad Dürkheim verbreitet.) Sind Sie denn fündig geworden? Angeblich gibt es Dürkheimer, die Ihnen schon Grundstücke angeboten haben. Ja, das stimmt. Aber entweder waren sie zu groß oder zu weit abgelegen. Zuletzt haben wir uns ein Grundstück in Carlsberg angeschaut. Da war aber schon sehr viel Wald. Wir suchen irgendwie was zwischen ländlich und doch zentral. Ich möchte schon die Türe rausgehen und in unmittelbarer Nähe einen Bäcker finden. Bad Dürkheim ist hinsichtlich des Durchschnittsalters seiner Einwohner eher etwas älter als Ludwigshafen. Das ist doch gar nicht so Ihr Zielpublikum, oder? Das macht nichts. Die sind eben dann auch ruhiger. Ich bin ja auch keine Partymaus. Wird diese Wohnungssuche auch wieder Teil Ihrer Doku-Soap auf RTL2 sein? Ja, das wird in den neuen Folgen, die 2016 bei RTL 2 ausgestrahlt werden, auch zu sehen sein. Es gab wirklich Hunderte Angebote und Anfragen, nachdem ich erzählt habe, dass ich ein Grundstück suche. Heidelberg, Baden-Baden, Stuttgart, Karlsruhe – so viele haben sich bei mir gemeldet. Als – ich zitiere – bekannteste Blondine Deutschlands polarisieren Sie ja schon auch etwas. Es gibt Leute, die das völlig Banane finden, wie Sie Ihr Leben vermarkten. Wie reagieren Sie auf diese Leute heute? Ich muss doch gar nichts mehr erklären. Ich finde es inzwischen ganz normal, Teile meines Lebens mit den Zuschauern zu teilen. Ich habe nie behauptet, dass ich irgendwelche besonderen Talente habe – besonders gut singen könnte oder so, aber trotzdem mögen die Leute mich. Außerdem bin ich die zweitbekannteste Blondine Deutschlands. Die bekannteste ist Angela Merkel. Sie beherrschen die Klaviatur dieses Prominenten-Daseins schon ganz gut. Mussten Sie das lernen? Ich bin da so irgendwie reingeflutscht in diese Promi-Welt, was auch sehr ernüchternd ist. Man hat da keine echten Freundschaften untereinander. Jeder macht da so sein eigenes Ding. Ich werde auch ganz oft gefragt: Ja, was können Sie denn überhaupt? Das klingt jetzt vielleicht arrogant, aber das, was ich mache, das hat ja Erfolg. Ich weiß selbst nicht, warum das so ist. Gerade wird wieder viel diskutiert auf Ihrer Facebook-Seite. Es geht um ein Bild, das Sie mit Ihrem Verlobten und Ihrem Baby schlafend im Bett zeigt und um die Frage, ob man sein Baby mit ins Ehebett nehmen darf oder nicht. Sie haben das Foto, das Ihre Mutter gemacht hat, selbst eingestellt. Mit dem Wissen, dass die Diskussion kommt, oder? Eigentlich ist es mir egal, aber ich rechne immer damit. Man kann es nie allen Menschen recht machen, und gerade viele Mütter sind besonders kritisch. In meinem Bekanntenkreis sagen viele Mütter, dass sie ihre Kinder mit ins Bett nehmen. „Eine Tussi wird Mama“. Das ist der Titel Ihres Buchs. Ist das Mama-Dasein jetzt auch das Ende der Tussi? Nein. Es fügt sich zusammen. Ich gebe mich ja selbst nicht auf, nur weil ich jetzt Mama bin. Das Tussi-Sein steckt in mir. Außerdem habe ich mir zu viel aufgebaut in den letzten sieben Jahren, um zu sagen: Ich bleib jetzt einfach nur noch daheim. Ich muss ja auch Geld verdienen. Irgendwann kann Ihre Tochter bestimmt auch mal lesen. Dann liest sie vielleicht, dass ihre Mama eine Tussi war. Haben Sie keine Angst, dass Ihre Sophia mal darunter leidet? Nein, das behaupte ich ja selbst von mir. Eine Tussi ist für mich jemand, der sich gerne hübsch anzieht, sich schminkt, vielleicht auf Rosa steht. Es gibt Schlimmeres. Da finde ich die Grufti-Szene beängstigender. Ihr Vorgängerin als Tussi war Verona Feldbusch. Wie lange trägt das Tussi-Konzept? Rosa ist ja eine Lebenseinstellung. Bei mir ist das was ganz Natürliches. Aber auch ich habe mich in den letzten Jahren gewandelt. Der Wandel ist das Einzige, auf das wirklich Verlass ist. Erstaunt es Sie immer noch, wie sehr sich die Leute für Ihr Leben interessieren? Ja, das ist schon krass. Menschen sehen einfach gerne, wie andere Leute leben. Gerade Mamas wollen das wissen. Was macht die andere Mama, stillt sie oder pumpt sie ihre Milch ab, welche Pampers benutzt sie und welche Creme für den Popo. Weg vom Popo, zurück nach Bad Dürkheim. Wann fährt der große Umzugslaster hier vor? Fünf Laster. Auf jeden Fall 2016.

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