Rheinpfalz Regionalentwicklung im Blick

Kirchheimbolanden (gana). „Regionalentwicklung macht Spaß, ist aber nicht ganz einfach.“ Mit dieser Aussage konfrontierte Wirtschaftsberater Christian Ege die Mitglieder des Vereins „Zukunftsregion Westpfalz“ (ZRW) bei deren Versammlung am Dienstag in der Stadthalle in Kirchheimbolanden.
Ege hatte im Auftrag des Vereins, der 2012 gegründet wurde, dessen Entwicklung evaluiert. Unterm Strich attestierte er dem Zusammenschluss gute Arbeit. ZRW habe sich unter anderem mit der Verwirklichung von kostenlosem Wlan in westpfälzischen Kommunen einen Namen gemacht, aber auch die Fachkräfteanalyse, die auf Initiative des Vereins organisiert worden sei, habe sich rentiert. Für die Zukunft sei es wichtig, dass der Verein die sozialen Netzwerke verstärkt nutze, um auf sich und die Region aufmerksam zu machen. Außerdem empfahl Ege den Mitgliedern, die „finanzielle Planbarkeit“ zu sichern. Der Verein hat ein Jahresbudget von 600.000 Euro. Die Hälfte davon stemmt momentan noch die IHK Pfalz. Das restliche Geld stammt aus Zuschüssen oder Beiträgen der 224 Mitglieder. Der Verein besteht großteils aus Vertretern der Wirtschaft. Außerdem sind Kommunen, Vereine, Privatpersonen sowie die Wissenschaft dabei. Kaiserslauterns OB Klaus Weichel (SPD) wollte von Ege wissen, was der von einem „Vollanschluss“ an die Metropolregion Rhein-Neckar halte. Derzeit kooperieren die beiden Verbünde. Ege nannte den Anschluss ein „richtiges Ziel, aber noch zu früh“. Der Vorsitzende des Vereins ZRW, Ludger Müller, zeigte sich skeptischer und schlug vor, das Thema bei der nächsten Mitgliederversammlung zu besprechen. ZRW-Geschäftsführer Hans-Günther Clev informierte über das Projekt „internationale Schule“. Wie berichtet, will der Verein so eine Institution in der Westpfalz ansiedeln – bislang jedoch ohne Erfolg. Deshalb wurde ein Provisorium geschaffen: ein Bustransfer aus der Westpfalz an die internationale Schule in Neustadt. Clev machte den Mitgliedern wenig Hoffnung, ein passendes öffentliches Gebäude zu finden. Es müsse vielmehr über einen Neubau nachgedacht werden – aber: „Das Projekt ist nicht aufgegeben.“