Rheinpfalz Region aktuell: Vier Verletzte bei elf Unfällen auf Autobahn

Elf Unfälle, vier davon mit Verletzten, Schaden von mehreren zehntausend Euro – Bilanz einer regelrechten Unfallserie, von der die Autobahnpolizei Kaiserslautern gestern berichtete, die die Ereignisse eines ungewöhnlichen Wochenendes zusammengefasst hat. Demnach hat es schon am Freitagmorgen auf der A 6 zum ersten Mal gekracht. Ein Mann war wohl während der Fahrt bewusstlos geworden und auf einen vor ihm fahrenden Wagen geprallt. Dessen Fahrer trat die Flucht nach vorne an und wechselte die Fahrspur. Der weiterhin bewusstlose Fahrer rammte, weiter beschleunigend, einen Laster, kam dann von der Fahrbahn ab, geriet an die Schutzplanke. Das Auto überschlug sich. Der Fahrer musste ins Krankenhaus, der Lasterfahrer erlitt einen Schock. Schaden: 25.000 Euro. Am Samstagmorgen waren dann laut Polizei auf regennasser Fahrbahn auf der A 6 und A 62 zwei Autofahrer zu schnell unterwegs. Sie kamen ins Schleudern und fuhren in die Leitplanken. Beide wurden verletzt, ihre Autos waren Schrott, so die Polizei. Am Sonntagnachmittag dann wurde bei einem Auffahrunfall auf der A 6 bei Bruchmühlbach-Miesau eine Person verletzt. Bei den übrigen Unfällen waren nur Blechschäden zu beklagen. Zurückzuführen sind sie laut Polizei auf unangepasstes Tempo auf nasser Straße. Neben der A 6 ging auch ein Rettungshubschrauber nieder. Dies jedoch nicht wegen eines Unfalls, wie die Polizei mitteilt: Ein Insasse eines Taxis hatte während der Fahrt massive Herzprobleme bekommen. (cha) Fast jedes Fahrzeug, das die Beamten zur Kontrolle aus dem Verkehr gewunken hatten, hat am Sonntag an der A 6 Anlass zu Beanstandungen geboten. Die Polizei hatte, wie sie gestern mitteilte, bei einer Kontrolle am Landstuhler Kreuz Autos mit technischen Veränderungen unter die Lupe genommen. Bei solchen „Tuning-Fahrzeugen“ seien Veränderungen auf den optischen Effekt, aber auch auf Leistungssteigerung ausgerichtet. Das gehe oft auf Kosten der Sicherheit, so die Polizei. Resultat der Kontrolle war eine lange Liste von Mängeln. 48 Autos wurden angehalten, davon bis auf eines alle beanstandet. In 17 Fällen hatten die Veränderungen zur Folge, dass die Betriebserlaubnis erloschen war. Drei Viertel der Kontrollierten erhalten eine Anzeige, der Rest kam mit kostenpflichtigen Verwarnungen davon. (red)

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