Rheinpfalz Queidersbach: Rassismus gegen katholischen Pfarrer?

Der Pfarrer der katholischen Pfarrei Heiliger Franz von Assisi in Queidersbach soll in jüngster Zeit mit rassistischen Bemerkung
Der Pfarrer der katholischen Pfarrei Heiliger Franz von Assisi in Queidersbach soll in jüngster Zeit mit rassistischen Bemerkungen angegriffen worden sein. Symbol

„Unser Pfarrer wird gemobbt“, berichten mehrere Gemeindemitglieder der Pfarrei Heiliger Franz von Assisi Queidersbach. Anscheinend soll der aus Nigeria stammende Pfarrer Patrick Asomugha auch mit rassistischen Beleidigungen bedacht worden sein. „Mit großem Entsetzen und Schrecken haben wir zur Kenntnis genommen, mit welchen Bösartigkeiten, Beleidigungen und vor allen Dingen diskriminierenden Fremdenfeindlichkeiten unser Pfarrer Patrick Asomugha derzeit konfrontiert wird“, schreibt der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Landstuhl und noch amtierende Ortsbürgermeister von Linden, Uwe Unnold (FWG). Er und seine Amtskollegen in Bann, Queidersbach, Linden, Krickenbach und Schopp sowie der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landstuhl, Peter Degenhardt (CDU), stünden hinter Asomugha.

Politiker wollen Geistlichen mit einem offenen Brief unterstützen

Wenn dieser im August aus dem Urlaub kommt, wollten die Politiker in Form eines offenen Briefes den Pfarrer unterstützen, kündigt Unnold an. „Es kann nicht sein, dass auf offener Straße gesagt wird: ,Aus diesen schmutzigen, schwarzen Händen nehme ich keine Hostie’“, gibt der FWG-Politiker ein Beispiel für die rassistischen Anfeindungen, denen der Pfarrer ausgesetzt sei. „Das ist nicht hinnehmbar“, betont er. Auch das zuständige Bistum Speyer steht hinter Asomugha und verwahrt sich gegen Diskriminierung und Rassismus jeglicher Art. In einem Schreiben erläutert es, dass beim Bistum neben kritischen Stimmen auch Schreiben eingegangen sind, die dem Wirken von Pfarrer Asomugha Dankbarkeit zollen. Eine Versetzung Asomughas sei nicht geplant, so das Bistum. Der Pfarrer war aufgrund seines Auslandsaufenthaltes für eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen bislang nicht erreichbar.

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