Rheinpfalz Porträt: Reiflich überlegt

Nicht jeder in Blaubach kennt Andreas Lutz schon persönlich. Doch dem neuen Ortsbürgermeister kann man eines wohl schon direkt zusprechen: Er ist mutig. Denn vieles wird für den 37-Jährigen nun neu sein. Vor acht Jahren kam er von Schneckenhausen nach Blaubach, 2014 wurde er in den Gemeinderat gewählt. Zweieinhalb Jahre später steht er dem Gremium nun vor. „Ich habe mir das reiflich überlegt“, begründet Lutz, warum er sich nicht früher schon als Kandidat zur Verfügung gestellt hat. Er habe lange gezweifelt, ob er das Amt übernehmen solle, ob er dafür genügend Zeit aufbringen könne. Den Ausschlag habe schließlich gegeben, dass er die drohende Verwaltung durch einen Fürsorgebeauftragten der Verbandsgemeinde abwenden wollte. Nach mehreren gescheiterten Anläufen, einen Nachfolger für den Ende März 2016 zurückgetretenen Manfred Trotzki zu finden, wäre die Verwaltung von Kusel aus in den nächsten Wochen Wirklichkeit geworden. Als Ziele nennt Lutz, die Gemeinde weiterzuführen und den laufenden Betrieb zu erhalten. „Es ist so schön in Blaubach. Es muss weitergehen“, macht Lutz deutlich. Dabei setzt er auf seine Kollegen im Rat. „Der Gemeinderat funktioniert sehr gut“, lobt der 37-Jährige. Lutz stammt aus Schneckenhausen und arbeitet in Weilerbach bei einem metallverarbeitenden Betrieb in der Instandhaltung. Zu seinen Hobbys zählt der Industriemechaniker Feuerwehr, Fußball und Motorradfahren. Im Gemeinderat war er bisher für den Bauhof, die Blockhütte und die Grillhütte zuständig. Bei der örtlichen Feuerwehr ist er Wehrführer. |suca