Rheinpfalz Polizei im Dialog mit Flüchtlingen

Schwellenängste vor der deutschen Polizei abbauen und gleichzeitig über hiesige Rechte und Pflichten informieren – das waren die beiden Hauptziele einer Veranstaltung des Polizeipräsidiums Westpfalz in der Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende am Dienstag in Meisenheim.
Zahlreiche Erwachsene und mehrere Kinder unterschiedlicher Nationalitäten nahmen nach Polizeiangaben an dem Vortrag in der Meisenheimer Einrichtung teil. Ein Vertreter des Polizeipräsidiums Westpfalz informierte die Besucher über die Gepflogenheiten in Deutschland. Unterstützung erhielt er von einer Übersetzerin. „Mit großem Interesse verfolgten die Männer und Frauen, die größtenteils aus dem arabischen Raum stammen, den Vortrag“, berichtete ein Polizeisprecher gestern. Zum besseren Verständnis seien die Infos in einer bebilderten und dreisprachig gestalteten Präsentation auf eine Leinwand projiziert worden. Konkret sei es etwa um Fragen gegangen, wie die deutsche Polizei überhaupt funktioniert. Ferner erhielten die Teilnehmer Auskunft auf die Frage, wohin sie sich wenden können, wenn sie Hilfe benötigen und wie man sich verhalten soll, wenn man Zeuge einer Straftat wird. Ein weiteres Thema waren Unterschiede im Umgang der Menschen miteinander. Auch grundlegende Dinge aus dem Straf- und Verkehrsrecht, die in Deutschland „anders“ sind als es die Männer und Frauen aus ihrer Heimat kennen, seien besprochen worden. „Dabei ging es um Straßenverkehrsregeln bis hin zu alltäglichen Gepflogenheiten, die aufgrund der unterschiedlichen Ethnien und Kulturen stark von den in Deutschland geltenden Verhaltensweisen abweichen“, schilderte der Polizeisprecher nach der Veranstaltung. Immer wieder gab es von den Teilnehmern des Vortrags Rückfragen, die von der Übersetzerin an Bernhard Arnold vom Beratungszentrum des Polizeipräsidiums Westpfalz weitergegeben und auch beantwortet wurden. Der Fragenkatalog habe deutlich gemacht, dass es den Teilnehmern wichtig ist, die Sitten, Rechte und Gebräuche ihrer neuen Wahlheimat besser kennenzulernen und sich daran anzupassen. Beteiligt waren auch Polizisten aus Lauterecken. (red)