Baden-Württemberg Pflegeschülerin mit 22 Stichen getötet: Mordprozess endet

Nach Tod von Pflegeschülerin: Prozess in Stuttgart
Nach dem Fund einer Frauenleiche sind Polizeibeamte der Spurensicherung im Einsatz.

Aus Angst vor Unterhaltszahlungen soll ein Mann seine Ex-Freundin erstochen haben. Sein Verteidiger spricht von einem Streit, die Anklage nennt es Mord. Nun muss ein Stuttgarter Gericht entscheiden.

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Prozess um einen mutmaßlichen Mord an einer Pflegeschülerin will das Stuttgarter Landgericht am Freitag (12.00 Uhr) das Urteil sprechen. Der Angeklagte soll Mitte August des vergangenen Jahres seine Ex-Freundin in deren Wohnung im Stuttgarter Wohnheim für Pflegeschülerinnen erstochen haben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft war er davon ausgegangen, dass die Frau schwanger sei und er zu Unterhaltszahlungen verpflichtet werden könnte. Tatsächlich hatte die 32-Jährige das Kind aber bereits abgetrieben.

Dem 40 Jahre alten Deutsch-Polen wird vorgeworfen, mindestens 22 Mal auf die Frau eingestochen zu haben, um sie zu töten. Nach Darstellung der Verteidigung hatte das Opfer hingegen im Streit nach einem Küchenmesser gegriffen. Der angeklagte Mann habe ihr die Waffe entwunden. Ihm sei daraufhin «eine Sicherung durchgebrannt».

Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Haft wegen Mordes für den Mann. Dessen Verteidiger hingegen bat darum, eingehend zu prüfen, ob ein Mordmerkmal vorliegt. Gewaltverbrechen wie die Stuttgarter Tat werden auch als Femizid bezeichnet. Femizid bedeutet, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden - also weil sie Frauen sind. Als häufigste Form gilt die Tötung von Frauen durch Partner oder Ex-Partner.

»Alles Böse«: In der neuen Folge des RHEINPFALZ-Podcasts geht es um Kunstwerke aus Hitlers Reichskanzlei, die Ermittler 2015 in

Kennen Sie schon unseren Crime-Podcast?

Welche Verbrechen werden in der Pfalz begangen? Welche Straftäter sind noch auf der Flucht? Über konkrete Kriminalfälle von heute und aus der Vergangenheit berichten Christoph Hämmelmann und Uwe Renners im True-Crime-Podcast "Alles Böse".

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

x