Rheinpfalz Ortsbürgermeisterwahl steht an

In Blaubach soll am 9. Januar ein neuer Ortsbürgermeister gewählt werden. Dies teilte der Erste Beigeordnete Peter Dietrich bei der Ratssitzung am Montag mit. Einen Namen nannte er nicht. Nach RHEINPFALZ-Informationen will Andreas Lutz kandidieren. Seit dem Rücktritt von Manfred Trotzki im März war das Ehrenamt nicht besetzt.

Diese für Blaubach doch wichtige Info brachte Dietrich ganz am Ende einer Marathon-Sitzung mit zwölf Tagesordnungspunkten und zahlreichen Informationen. Ortsbürgermeisterkandidat Lutz ist seit Juni 2014 Mitglied des Gemeinderats. Fortschritte machen die Pläne zur Sanierung der Straße „Am Äckerchen“. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt an die Firma Jung aus Sien. Inklusive Kanal, Wasser- und Gasversorgung belaufe sich das Angebot auf rund 390.600 Euro, wie Dietrich mitteilte. Der Straßenbau an sich koste 261.000 Euro. Positiv nahm der Beigeordnete zur Kenntnis, dass das Angebot unter der erwarteten Schätzung blieb. Sieben von zwölf angeschriebenen Firmen hatten sich um den Ausbau beworben. Der Gemeinderat beschloss, ein gebrochenes Bach-Rohr in der Dorfmitte im Frühjahr reparieren zu lassen. Dietrich rechnet mit Kosten von rund 16.000 Euro. Zwei Meter Rohr müssten ausgetauscht werden, damit es in Folge des Defekts künftig nicht zu Überschwemmungen komme. Für das kommende Jahr rechnet Revierförster Werner Häußer mit einem Defizit von knapp 2400 Euro. 225 Festmeter Fichte, Douglasie, Esche, Buche und Traubeneiche sollen geschlagen werden, vor allem im Bereich „Ricks Graben“. Die Fichten dort seien stark von der Rotfäule betroffen – laut Häußer nicht ungewöhnlich für Fichten, die auf ehemaligen Weidegrund stehen. Einige Fichten waren aus diesem Grund schon gefallen, was den aktuellen Forsthaushalt verbessert habe. Als nächste Generation von Nadelbäumen empfahl Häußer die klima-unempfindliche, robuste Weißtanne. Einziger Nachteil: Rehe mögen deren junge Triebe. Daher müssten junge Weißtannen einen guten Schutz vor Wild-Verbiss bekommen. Wegen geringerer Brennholznachfrage schloss der Etat 2015 mit einem Minus von rund 3400 Euro. Ursprünglich war ein Defizit von 1600 Euro geplant. Grabaushub und -schließung sollen künftig nicht mehr der Gemeindearbeiter, sondern ein Dienstleister aus Aschbach erledigen. Dafür sprach sich der Gemeinderat einstimmig aus. Die Kosten seien in etwa gleich, erklärte Dietrich. Vorteil dieser Variante sei, dass der Gemeindearbeiter mehr Zeit für andere Aufgaben habe und bei Urlaub oder Krankheit keine Engpässe aufträten. In diesem Zusammenhang dankte Dietrich allen Freiwilligen, die im Sommer an mehreren „Baustellen“ im Dorf halfen. Deren Einsatz sei auch bei der Herrichtung des Schuppens an der Feuerwehrhalle gefragt: Dort soll Platz für Geräte geschaffen werden. Ärger gab es laut Dietrich am Grünschnittplatz. Schlüssel seien unberechtigt weitergegeben worden, inzwischen seien Zweitschlüssel im Umlauf, auch bei Auswärtigen, die laut Dietrich nicht nur Grünschnitt abladen. Die Kosten für wilde Ablagerungen trage die Gemeinde. „Das können wir nicht weiter hinnehmen“, sagte Dietrich. Daher beschloss der Rat die Anschaffung von vier Vorhängeschlössern mit Karte für 227 Euro. Die Schlüssel könnten nur nach Vorlage der Karte nachgemacht werden. Nachdem die Heizung im Dorfgemeinschaftshaus in den vergangenen sechs Wochen dreimal ausgefallen war, sprach sich der Gemeinderat für einen Wartungsvertrag aus. Insgesamt seien sieben Heizungsanlagen in der Schulstraße und am Matzenberg zu warten. Auch das Thema Breitband-Ausbau stand auf der Agenda. Dietrich übte Kritik: „Ich möchte grundsätzlich keine Entscheidung herbeiführen, wenn ich nicht vorher die Kosten weiß.“ |suca