Baden-Württemberg Neue Runde: Tarifgespräche im Südwest-Einzelhandel im Juni

Einzelhandel in Baden-Württemberg
Passanten laufen mit Einkaufstüten durch eine Einkaufsstraße in der Fußgängerzone in Stuttgart.

Die Tarifverhandlungen für die rund 490.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel gehen am 6. Juni weiter. Dies teilten der Handelsverband Baden-Württemberg und die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag auf Anfrage in Stuttgart mit.

Stuttgart (dpa/lsw) - Der erzielte Abschluss im Einzelhandel in Hamburg habe Signalwirkung und man gehe davon aus, dass man ihn nachzeichnen könne, sagte ein Sprecher der Arbeitgeber. Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Krüger wollte sich nicht zu den Erfolgsaussichten äußern. Bis zu dem Hamburger Abschluss hatten auch zahlreiche Warnstreiks und Spitzengespräche die verfahrene Situation in dem Tarifkonflikt nicht verändern können. Verdi war in allen Regionen mit einer Forderung von mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde und eine Laufzeit von einem Jahr in die Verhandlungen gegangen.

In Hamburg wurde Anfang Mai eine Erhöhung der Löhne in drei Stufen vereinbart. Zum 1. Oktober 2023 um 5,3 Prozent und zum 1. Mai 2024 um weitere 4,7 Prozent. Im dritten Tarifjahr - ab 1. Mai 2025 - erhöhen sich die Entgelte zunächst um einen Festbetrag von 40 Euro und dann um weitere 1,8 Prozent. Der Abschluss wurde erreicht nach Verhandlungen, die mehr als ein Jahr dauerten.

Verdi zum Handel

Handelsverband Baden-Württemberg

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