Rhodt RHEINPFALZ Plus Artikel Musikehepaar produziert Film über jüdische Komponisten

Friedrich Edelmann und Rebecca Rust.
Friedrich Edelmann und Rebecca Rust.

Coronazeiten sind stille Zeiten – besonders für Musiker und Konzertliebhaber. Im besten Fall strömt aus dem Funkloch eine klingende Botschaft in digitalem Format. So wie der berührende Film „Musiken jüdischer Komponisten“, den die beiden Südpfälzer Rebecca Rust (Cello) und Friedrich Edelmann (Fagott) nun als Corona-Förderungsprojekt des Landes präsentieren.

Schon immer verstehen sich die kalifornische Cellistin Rebecca Rust und der in Kaiserslautern groß gewordene Fagottist Friedrich Edelmann, die seit über 40 Jahren ein Paar sind und seit sechs Jahren in Rhodt leben, als musikalische Botschafter des reichen jüdischen Kulturguts.

Als sich das Coronavirus anschickte, die Welt zu erobern, waren die beiden gerade in den USA unterwegs, wo sie auf Einladung des Deutschen Generalkonsulats im Holocaust Museum Los Angeles die Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz umrahmten und weitere Auftritte – etwa vor der Arizona Jewish Historical Society in Phoenix, geplant waren. Die Pandemie machte der ambitionierten Reise und allen Folgekonzerten in Deutschland freilich einen Strich durch die Rechnung. So galt es, neue Wege für die wichtige Mission zu finden, zumal Deutschland 2021 an „1700 Jahre jüdisches Leben“ erinnert.

Unaufdringliche Informationen und Bilder

Gelegentliche Streaming-Konzerte sind besser als keine Lösung. Der nun fertiggestellte, einstündige Musik-Film über jüdische Komponisten aber ist die eigentliche Essenz dieser konzertfreien Zeit. Man spürt, wie viel Energie und Empathie Rebecca Rust und Friedrich Edelmann über vier Monate hinweg in dieses Projekt gesteckt haben, und ist berührt von dem tiefen Verständnis, mit dem sie die vielschichtigen Werke interpretieren.

Weil bei den Aufnahmen, die in der Synagoge im bayerischen Altenkunstadt und im Stadtmuseum Kaiserslautern entstanden, ein kammermusikalische Charakter dominiert, kann man sich hochkonzentriert auf die Interpretationen einlassen. Die wenigen (meist englischen) Informationen, die mit sparsamen Bilddokumenten eingestreut werden, sind so wertvoll wie unaufdringlich.

Hoffnung auf Versöhnung

Regie führt quasi die Musik, die mit der lautmalerischen Umsetzung einer Pilgerreise auf den Berg Zion beginnt. Diese „Songs of Ascents“ hat der amerikanisch-israelische Komponist Max Stern (geboren 1947) genau wie den munteren „Goat Dance“ (Ziegentanz) eigens für Rebecca Rust und Friedrich Edelmann komponiert. Gleiches gilt für einige Bearbeitungen des amerikanischen Komponisten Laurence Sherr (geboren 1953), die hier ihre filmische Uraufführung erleben.

In großer Eindringlichkeit gelingt den Musikern die Wiedergabe dieser bewegenden Werke, die traditionelle Melodien von Holocaust-Opfern sowie Gesänge eines überlebenden Kantors leitmotivisch aufgreifen. Sherrs Mutter, so ist in diesem Zusammenhang zu erfahren, war die einzige Holocaust-Überlebende seiner gesamten deutsch-jüdischen Familie mütterlicherseits. In „Elegy & Vision“ („Elegie & Vision“) werden deshalb eine tiefe Trauer, aber auch die Hoffnung

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