Kultur Südpfalz Lesung im hohen Haus

Die Literaturtage Karlsruher sind wieder der Förderung der lokalen und regionalen Schriftsteller und Schriftstellerinnen gewidmet. Bis 30. September gibt es eine Vielzahl von Lesungen an teilweise ungewohnten Orten.

Auch wenn das Budget der Literaturtage Karlsruhe mit rund 11.000 Euro gegenüber anderen Literaturfestivals für die vielen Veranstaltungen sehr begrenzt ist, ist Hansgeorg Schmidt-Bergmann, der Vorsitzende der das Unterfangen organisierenden Literarischen Gesellschaft, überzeugt, dem Publikum ein ebenso anspruchsvolles wie vielseitiges Angebot machen zu können. Die dritte Auflage des Festivals steht unter dem Motto „Literatur offensiv“. Möglich wurden die Literaturtage nach den Worten Schmidt-Bergmanns nur dank der großen Einsatzbereitschaft aller Beteiligten sowie der Unterstützung der Stadt. Nach der großen Resonanz auf die „Fahrstuhllesung“ in der Hochschule für Gestaltung gibt es in diesem Jahr mehrere Lesungen an ungewohnten Orten wie im Turm des Karlsruher Schlosses, in der Deutschen Rentenversicherung oder in der S-Bahn. Auch wenn es wie bei den Lesungen im Generallandesarchiv (Hedi Schulitz, „Die Schattenfrau“, heute), im Schloss (Stern & Schweizer „Einheitlich falsch“, heute) oder der Majolika (Horst Koch, 27. September) inhaltliche Korrespondenzen zwischen den Texten und dem Lesungsort gäbe, betont Schmidt-Bergmann, dass man die Orte und die dort zu erlebende Literatur nicht primär nach Übereinstimmungen ausgesucht habe. Ebenso liest heute die in der Schweiz lebende renommierte Autorin Angelika Overath im höchsten Haus Karlsruhes, dem Gebäude der Deutschen Rentenversicherung. Zum Abschluss präsentiert der Wahl-Wiener und gebürtige Karlsruher Wolf Wondratschek am 30. September im Prinz-Max-Palais einen Streifzug aus seinem Werk. Infos unter www.literaturtage-karlsruhe.de. (gt)

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