Rheinpfalz Jugendräume mit Leben erfüllen

Reichlich nervös sei er, bekannte Ralf Mohrhardt. Am Sonntag hatte er erstmals als Bürgermeister zum Neujahrsempfang eingeladen.

Für die neuen Ratsmitglieder sei der Neujahrsempfang eine gute Möglichkeit, um von den Bürgern Rückmeldungen zu bekommen, Verbesserungsvorschläge und Wünsche zu erfahren. Die Daniel-Theysohn-Stiftung habe der Gemeinde auch 2014 bei vielen Projekten, etwa bei der Erneuerung der Heizung im katholischen Schulhaus, finanziell unter die Arme gegriffen. „Hier kann man nicht oft genug Danke sagen“, freute sich Mohrhardt über das Engagement der Stiftung. Abgeschlossen ist die Reparatur der Treppe in der Johanniskreuzer Straße. Der Handlauf werde in Kürze montiert. Ein Schwerpunktthema wird 2015 der Ausbau der Schwarzbachstraße sein. „Allein das Stellen von Zuschussanträgen ist eine Wissenschaft für sich“, verdeutlichte Mohrhardt, warum viel Zeit vergehe zwischen Planung und Realisierung bei diesen Großprojekten. Über eine halbe Million Euro investieren die Gemeinde und die Bürger, 110.000 Euro Zuschuss kommen vom Land. Bevor in diesem Jahr der Ausbau beginnt, wird es eine Einwohnerversammlung geben. Vieles wäre aber auch nicht denkbar ohne ehrenamtliches Engagement, unterstrich er. Kulturelles und sportliches Leben, das Feiern von Festen wären kaum möglich, gäbe es nicht Helfer, die sich beispielsweise um das Heimatmuseum, die Bücherei oder den Brunnenwanderweg kümmerten oder sich in den Vereinen engagierten. Die schlechte Nachricht im Jahr 2014 sei zweifellos gewesen, dass es im Dorf keinen Allgemeinmediziner mehr gebe, bedauerte Mohrhardt. Alle Gespräche hätten dies nicht abwenden können. Alle guten Lösungsvorschläge von Seiten der Ortsgemeinde hätten die Mediziner aus betriebswirtschaftlichen Gründen abgelehnt. Dieses Thema werden den Rat sicher noch beschäftigen, schaut Mohrhardt voraus. Ebenso das Thema Hensel’sches Anwesen. „Tatsache ist, dass es für Bauarbeiten an diesem Projekt keinerlei Förderung durch das Land mehr geben wird, so die Aussage der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion“, sagte Mohrhardt. Er erinnerte an die Moderationsveranstaltungen. Deren Ergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen und sich über die weitere Verfahrensweise zu unterhalten, seien die nächsten Aufgaben, um festlegen zu können, wie es mit dem Anwesen weitergehen soll. Erfreulich sei, dass das Haus sehr oft vermietet sei und auch durch die Senioren- und Lesenachmittage sowie die Kreismusikschule genutzt werde. „Jetzt gilt es noch, die Jugendräume mit Leben zu füllen“, forderte Mohrhardt, der auch hier auf freiwillige Helfer baut. Fortgesetzt werde die Renovierung in der Festhalle. Heizkosten von 11.000 Euro im Jahr 2013 verdeutlichten, dass die gesamte Anlage in die Jahre gekommen sei. Das katholische Schulhaus zeige sich nicht mehr von der schönsten Seite. Hier steht die Fassadensanierung auf dem Plan. LED-Lampen sollen künftig Heltersberg erleuchten und in puncto Beförsterung des Gemeindewaldes müssten gleichfalls Weichen gestellt werden. Revierleiter Ewald Vatter „will irgendwann einmal seine Pension genießen“, sagte Mohrhardt schmunzelnd. Der Rat müsse grundsätzlich klären, ob die Beförsterung beim Forstamt Johanniskreuz verbleiben soll oder ob sich Heltersberg dem kommunalen Zweckverband anschließt, dem Geiselberg, Schmalenberg, Waldfischbach-Burgalben und Steinalben sowie die Hembach angehören. Eines stehe aber fest: „Es wird auch künftig genügend Holz für Selbstwerber im Heltersberger Wald geben.“ (add)

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