Rheinpfalz Jubilar: Fit für lange Wanderungen

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«Hauenstein.» Er kennt – nicht zuletzt als langjährig engagierter Pfälzerwäldler – mit seiner Frau Anna alle Wanderwege im Wasgau, und beide sind täglich zuweilen noch zu mehrstündigen Wanderungen unterwegs, zuletzt am Sonntag zum Lindelbrunn. Heute feiert Rudolf Eichberger im Kreise seiner großen Familie in seltener geistiger und körperlicher Frische seinen 90. Geburtstag.

Obwohl das Paar erst 1967 aus der Vorderpfalz nach Hauenstein kam, wurde hier schon 1971 „Am Zimmerberg“ ein geräumiges Eigenheim gebaut. Beide haben großen Anteil am Aufbau des Hauensteiner Fremdenverkehrs in den 70er bis 90er Jahren, als die Gästebetreuung noch sehr persönlich organisiert war. Jahrzehntelang waren sie selbst Zimmervermieter; viele Gäste wurden zu ihren Freunden. „Meinen Beruf habe ich immer geliebt“, sagt der Schornsteinfegemeister. „Stets blieb mir dabei auch noch Zeit zu einem kleinen Schwätzchen mit den Leuten“, schmunzelt er. Seine Söhne Michael (62) und Thomas (59) sind übrigens auch Schornsteinfegemeister geworden – und haben die Nachkommenschaft um vier Enkel und zwei Urenkel erweitert. In den letzten Kriegstagen war der 15-jährige Rudolf im „Wehrertüchtigungslager“ in Lambrecht, und als dann die Amerikaner im März 1945 ins Tal vorrückten, glaubten die Vorgesetzten, die Wehrertüchtigung bis zum „Endsieg“ im Rechtsrheinischen weiterführen zu müssen. Das machte aber Rudolf nicht mehr mit, und sein Vater besorgte ihm bei einem befreundeten Förster im Forsthaus Silbertal bei Lindenberg/Gimmeldingen ein gutes Versteck bis zum Kriegsende. Dort lernte er das hübsche Förstertöchterchen Anna Seckinger kennen, was 1955 in die Ehe mündete. Am Wochenende wird im Wanderheim Silbertal groß gefeiert, dort, wo sich das Paar kennergelernt hatte und Annas Vater Franz und später ihr Bruder lange Jahre das große Förstergut bewirtschafteten.

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