Lokalsport Südpfalz Interview: „Ich war nervenstärker“ im Finale der Seniors Open

Frank Bohlender
Frank Bohlender

Zusammen feierten sie einen der größten Mannschaftserfolge im Tennis. Bei den Seniors Open in Mannheim standen sich Frank Bohlender von SW Landau und der Mannheimer Rainer Marzenell im Endspiel der Herren 50 gegenüber. Bohlender gewann mit 6:0, 6:7, 10:8.

Herr Bohlender, war das von der Vertrautheit so was wie Alexander Zverev gegen Dominic Thiem?
Das nicht. Wir kennen uns, weil wir 2010 zusammen die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Herren 40 gewonnen haben. Bei SW Landau ging das Interesse dann auf die Herren 50, dafür war er zu jung. Da hat man sich aus den Augen verloren.

Was dachten Sie bei 6:0 im ersten Satz?
Ich weiß, wie gut er spielt, und war überrascht, wie extrem viele Fehler er bei den Grundschlägen gemacht hat. Danach wurde es das erwartet enge Match. Bei 5:5 im zweiten Satz hatte ich Chancen, aber er hat Druck gemacht, gut getroffen. Im Champions-Tiebreak kann es genauso gut anders ausgehen. Ich war nervenstärker. Er hat Fehler gemacht, ich habe die Bälle reingespielt.

Was hat Sie außer Ihrem Finalsieg beim Turnier überrascht?
Ich war nicht überrascht, ich bin gut drauf, auch läuferisch. Es war so geplant, dass Marzenell und ich ins Endspiel kommen. Weil ich im vergangenen Jahr wenig Turniere spielen konnte, bin ich in der Rangliste zurückgefallen und war deshalb an vier gesetzt. Der an eins gesetzte Mainzer Franz-Andre Haas schied gegen Thomas Gartner von RW Neustadt aus, Gartner wiederum, gegen den ich 6:1, 6:1 gewann, hat keine zwingenden Schläge, mit denen er mich überraschen könnte.