Rheinpfalz
Hundesportverein Münchweiler feiert 40-jähriges Bestehen
Der Hundesportverein (HSV) Münchweiler kann auf 40 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Am 14. Dezember 1979 von Peter Streb mit 18 Mitstreitern gegründet, ist der HSV heute mit 586 Mitgliedern in der Kreisgruppe I im Südwestdeutschen Hundeverband (SWHV) der größte seiner Art. Mit einem „Tag des Hundes“ wird am Sonntag, 11. August, ab 10 Uhr, am Vereinsgelände des Gründungstages gedacht.
Im Münchweilerer „Hühnerheim“, dem Vereinsheim des früheren Geflügelzuchtvereins, wurde auf Initiative von Peter Streb der Hundesportverein gegründet. Dass die Mitgliederzahl von 19 bis auf mehr als 580 anwachsen würde, war nicht vorauszusehen. Aber es ist auch festzustellen, dass die Gemeinde von Anfang an ein offenes Ohr für die HSV-Anliegen hatte, was bedeutete, dass sie im Gebiet „In der Saudelle“, in der Nähe der ehemaligen US-Kasernen, einen Übungsplatz bereitstellte. Damals ohne Wasser-und ohne Stromanschluss.
Jedoch hatten die Männer der Feuerwehr ein Herz für die Vierbeiner und versorgten sie bei ihren Übungen mit Wasser. Strom bezog man aus dem Netz der Streitkräfte im „US-Hospital“. Ende der 1980er Jahre entstand die erste Schutzhütte. Es floss von Gemeinde und örtlichen Geschäftsleuten wie Firmen finanzielle Unterstützung, wie Streb informierte. Peu à peu folgte die Erweiterung der Schutzhütte mit Anbau eines Küchentraktes und sanitärer Anlagen. Mitglieder ließen sich ausbilden, um künftig Prüfungen von Vierbeinern abnehmen zu können. Um diese Aktivitäten finanziell stemmen zu können, wurden Vereinsfeste initiiert. Auch nahmen die Hundesportler an anderen Veranstaltungen wie dem Kienholzfest teil.
Holzbude weicht neuem Vereinsheim
Letztendlich aber hielt die Holzbude den Ansprüchen der Vereinsführung nicht stand, wurde abgerissen und durch ein neues, eigenes Vereinsheim ersetzt. Der Verein legte einen modernen, eingezäunten Übungsplatz an. Eine Durststrecke gab es zwischen 1990 und 1995. Die hundesportlichen Aktivitäten nahmen ab, das Vereinsleben blieb erhalten, wenn auch auf Sparflamme.
1999 kam es zu größeren Um- und Ausbaumaßnahmen; es entstand ein großer Seminarraum. Der Übungsbetrieb für die Vierbeiner setzte verstärkt ein. Ob Welpen, Junghunde oder Begleithunde, Hobby- und Agility-Hunde: Das Angebot für die Vierbeiner in unterschiedlichen Altersbereichen und Größen erweiterte sich, später noch mit Fährte, Begleithunden, Mantrailing, Obedience und mehr. Erstmals in der Region bot der HSV 2001 „Dogdancing“ an. Mit einem Feldgottesdienst mit Tiersegnung stießen die Initiatoren 2003 nicht überall auf Verständnis. Heute ist das kein Thema mehr.
Nach wie vor ist Vereinszweck des HSV die Erziehung und Ausbildung von Hunden sowie das Betreiben von Hundesport. Er steht allen Hundegrößen und den Mischlingen offen. Großen Wert legen Gabi Lipps und Gabi Manderey von der Vereinsführung darauf, möglichst viele Halter anzuleiten, ihre Hunde artgerecht und sozialverträglich zu erziehen, um Probleme zu vermeiden. Mittels sachkundigem Rat soll dem Hund spielerisch die Gelegenheit geboten werden, mit Artgenossen und beim Kontakt mit fremden Menschen soziales Verhalten zu erlernen.
Programm mit vielen Vorführungen geplant
Beim Tag des Hundes findet die Registrierung der Hunde, für die je der Impfausweis mitgeführt werden muss, zwischen 10 und 15.30 Uhr statt. Von 10 bis 13 Uhr öffnet der Geschicklichkeitsparcours, dazwischen sind Hunderennen. Um 10 Uhr kommt eine Hundefotografin, um 11.30 Uhr gibt es Mittagessen, danach bis Ende Kaffee und Kuchen. Ab 13 Uhr sind Vorführungen in Agility und Welpenpräsentation geplant sowie die Wahl der schönsten Hunde in drei Klassen. Weitere Vorführungen, auch eine Showeinlage der Hundefreunde Rodalben, folgen. Um 16 Uhr folgen Siegerehrungen und Preisvergaben. Vor Ort zu finden sind ein kleiner Flohmarkt, Schmutzstand, Tombola sowie Verkaufs- und Infostände zum Thema Tierschutz. Verkauft wird der „Jubiläumskalender“ zum Preis von 10 Euro.