Baden-Württemberg Hoher Anteil der Rechtsnationalen im Südelsass

Straße in Straßburg
Auf einem Straßenschild ist der Straßenname »Rue Serruriers« zu lesen.

Das rechtsnationale Rassemblement National setzt sich bei der Europawahl in Frankreich landesweit durch. In einer Nachbarregion zu Deutschland erzielt die Partei ein überdurchschnittliches Ergebnis.

Straßburg (dpa/lsw) - Im südlichen Elsass hat sich das rechtsnationale Rassemblement National (RN) um Marine Le Pen bei der Europawahl besonders deutlich durchgesetzt. Die Europaskeptiker kommen im Département Haut-Rhin dem vorläufigen amtlichen Ergebnis zufolge auf knapp 36 Prozent der Stimmen, wie das französische Innenministerium am Montag nach Auszählung aller Stimmen mitteilte.

Landesweit erzielte das RN als klarer Sieger der Europawahl 31,4 Prozent, wie das Ministerium berichtete. Die Liste der Partei von Staatschef Macron und Verbündeten landete mit 14,6 Prozent abgeschlagen auf Platz zwei. Der Verwaltungsbezirk Haut-Rhin mit der Touristenmetropole Colmar liegt in einem Dreiländereck mit Deutschland und der Schweiz.

Im nördlichen Elsass (Bas-Rhin) kam die Le-Pen-Partei den Angaben zufolge auf 31,6 Prozent der Stimmen und lag damit geringfügig höher als im Landesschnitt. In der Stadt Straßburg lag hingegen die Linkspartei La France insoumise mit 21,3 Prozent bei der Europawahl vorne.

Als Reaktion auf die herbe Niederlage seines Mitte-Lagers hatte Macron die französische Nationalversammlung aufgelöst und die Neuwahl der Parlamentskammer in nur wenigen Wochen ankündigt. Geplant sind zwei Wahlgänge am 30. Juni und 7. Juli.

Zahlen des französischen Innenministeriums, Europawahl 2024 (Frz.)

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