Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel „Frankenthal 2035“: Bürger sollen mitreden, wenn es um Vision der Zukunft geht

Was sind die Stärken Frankenthals, wo liegen die Chancen? In den Rathausarkaden sind die Bürger gefragt. So jungfräulich sahen d
Was sind die Stärken Frankenthals, wo liegen die Chancen? In den Rathausarkaden sind die Bürger gefragt. So jungfräulich sahen die Stellwände noch am Anfang aus.

Von Bannern in den Rathausarkaden bis zur Online-Plattform: Die Stadt sammelt Ideen für das Frankenthal von übermorgen. Ende April steht eine Bürgerkonferenz an.

Die einen wollen günstigen Döner oder 50 Euro gratis, die anderen mehr Grünflächen und Maßnahmen zur Klimaanpassung, wieder andere machen sich Sorgen um den Leerstand, vor allem in der Innenstadt: Seit Ende März stehen in den Rathausarkaden Bauzaunbanner, auf denen die Frankenthaler notieren können, was für sie die größten Herausforderungen der Zukunft sind, und wo sie die Stärken und Chancen der Stadt sehen.

Das Ganze ist Teil des Stadtentwicklungsprozesses „Frankenthal 2035“. Wie soll Frankenthal in rund zehn Jahren aussehen? Das ist die Frage, an deren Beantwortung Frankenthals Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) und die Verwaltung die Bürger beteiligen möchten. Gemeinsam soll eine Vision für die Zukunft entworfen werden. Die Banner in den Arkaden sind dabei eines von mehreren Formaten, bei denen sich die Frankenthaler mit ihren Ideen und Vorschlägen einbringen können – von Workshops und Dialogveranstaltungen bis hin zu thematischen Fachforen.

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Rathausarkaden: Neue Banner aufgestellt

In den vergangenen Tagen haben sich die Stellwände in den Rathausarkaden sehr gut gefüllt. Am Dienstag nach Ostern brachte die Verwaltung neue Banner an; es sind die dritten, seitdem die Aktion ins Leben gerufen wurde.

Die Bandbreite dessen, was seit Ende März notiert wurde, ist groß: Von bloßem Gekritzel bis zu sinnigen Beiträgen war vieles dabei. In den jüngsten Notizen ging es um die Flomersheimer Brücke und das Vereinsleben in Frankenthal, davor unter anderem um bezahlbaren Wohnraum, die gute Lage zur Rhein-Neckar-Region und zur Pfalz, die Profile der Stadt oder den Klimawandel. Die Banner werden noch bis Freitag, 17. April, stehen, erklärt eine Sprecherin auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Was die Frankenthaler niedergeschrieben haben, soll in die Diskussionen bei einer Bürgerkonferenz einfließen, die für Ende April terminiert ist.

Beiträge sollen Thema bei Bürgerkonferenz sein

Diese Bürgerkonferenz ist geplant für Dienstag, 28. April, 16 bis 20 Uhr, im Congressforum. Wie die Stadt erklärt, sollen Frankenthaler an diesem Tag gemeinsam mit der Verwaltung an ersten Bausteinen für das Leitbild der Stadt arbeiten. Für die Bürgerkonferenz ist eine Anmeldung möglich per E-Mail an die Adresse ft2035@frankenthal.de oder über die Beteiligungsplattform „Mitreden Frankenthal“. Die ist seit rund einem Monat im Internet unter der Adresse https://mitreden.frankenthal.de zu erreichen.

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Die Flomersheimer Brücke und das Vereinsleben in Frankenthal: Zwei Themen, die Bürgern auf den Nägeln brennen und die auf den Stellwänden notiert wurden.
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„Mitreden Frankenthal“: So heißt die digitale Plattform, auf der Bürger ihre Wünsche und Ideen einbringen können.

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Was im analogen Leben die Banner in den Rathausarkaden sind, ist die Beteiligungsplattform in der digitalen Welt: Frankenthal soll auf diesem Weg gemeinsam gestaltet werden. Bei dem Projekt „Eine Vision für Frankenthal“ können die Bürger Herausforderungen und Stärken der Stadt benennen und sollen sagen, was sie beschäftigt. Die Antworten, die Frankenthaler hier geben, sollen wie die Notizen auf den Bannern zur Vorbereitung der Bürgerkonferenz dienen.

So will die Stadt den Bürgern analoge und digitale Beteiligungsmöglichkeiten ermöglichen. „Mitreden Frankenthal“ soll zudem künftig eine dauerhafte digitale Anlaufstelle sein, angefangen von Meinungsabfragen über Ideensammlungen bis hin zu Petitionen.

Ziel: Leitbild und Stadtentwicklungskonzept

Ziel des Prozesses „Frankenthal 2035“ ist die Entwicklung eines Leitbilds und eines Stadtentwicklungskonzepts. Was abstrakt klingt, soll sich im Alltag auf das Leben der Menschen auswirken: Es geht darum, wie die Innenstadt aussehen soll, aber auch darum, wie die Viertel gestaltet sind, in denen die Frankenthaler leben, oder wie sie sich künftig von A nach B bewegen.

Um der Menge an Projekten, Herausforderungen und Fragen gerecht zu werden, hat die Verwaltung verschiedene Themenfelder gebildet: den Bereich Innenstadt- und Standortentwicklung, das Thema Wohnen, Wohnumfeld und Demografie, das große Feld der Mobilität, das Thema nachhaltige Transformation mit Klimaschutz und Klimaanpassung sowie der Punkt Quartiers- und Ortsteilentwicklung.

Fünf Handlungsfelder identifiziert

Fünf Handlungsfelder, die dezernats- und bereichsübergreifend in interdisziplinären Projektteams bearbeitet werden sollen. Geplant ist, dass Projekte und Maßnahmen entwickelt werden, die gemeinsam das Große und Ganze ergeben. Bis Ende 2027 soll dieses Puzzle beendet sein und Leitbild und Stadtentwicklungskonzept vorliegen.

Laut Stadt dient das Konzept zugleich als wichtige Grundlage für den neuen Flächennutzungsplan 2035 – und soll aber gleichzeitig so viel mehr sein, um die Stadt grüner, lebendiger und nachhaltiger zu entwickeln. Die aktuelle Phase der Bürgerbeteiligung ist ein Schritt auf dem Weg zu „Frankenthal 2035“. Noch können die Bürger ihre Gedanken analog und digital hinterlassen. In den nächsten Tagen kommen noch Plakate in der Stadtbücherei hinzu, die dann aller Voraussicht nach bis Freitag, 24. April, hängen werden.

Info

Mehr zum Stadtentwicklungsprozess „Frankenthal 2035“ gibt es im Internet unter der Adresse www.frankenthal.de/ft2035 und auf der Bürgerbeteiligungsplattform der Stadt Frankenthal: https://mitreden.frankenthal.de.

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