Rheinpfalz Feuerwehr übt in Abrissgebäuden

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Lidl hat der Feuerwehr den ehemaligen Wasgaumarkt und das daneben liegende Wohnhaus in Waldfischbach für Übungen zur Verfügung gestellt, bis die Gebäude abgerissen werden.

Das bestätigte gestern Wehrführer Michael Herrlich auf Anfrage der RHEINPFALZ. Wie die RHEINPFALZ am 17. Juni berichtete, hat das Unternehmen das Gelände samt den Gebäuden gekauft, um bis Ende 2017/Anfang 2018 einen hochmodernen Markt zu errichten. Zurzeit befindet sich der Discounter noch im Burgalber Gewerbegebiet Schorbach in direkter Nachbarschaft zu Aldi. Michael Wagner von der Lidl Vertriebs GmbH, die sich um die Immobilien des Unternehmens kümmert, hatte im Juni angekündigt, dass die Gebäude bis August abgerissen sein sollten, um Vandalismus vorzubeugen. Die Zwischennutzung durch die Feuerwehr – geplant sind laut Herrlich noch weitere drei oder vier Übungen – könne erfolgen, weil der Abriss aus organisatorischen Gründen in den Oktober verschoben worden sei. Eine Bestätigung dafür war gestern von Lidl nicht zu erhalten. Am Montag stand für die Angehörigen der Feuerwehr Waldfischbach-Burgalben und Steinalben eine Zugübung auf dem Dienstplan, die sich zum ersten Mal auf dem Gelände in der Hauptstraße abspielte. Als angenommene Lage wurde ein Gebäudebrand mit erforderlicher Menschenrettung von mehreren Balkonen und aus den Wohnungen des – bereits seit geraumer Zeit leerstehenden – Mehrfamilienhauses simuliert. Bei ihrem Eintreffen fanden die Feuerwehrleute eine sehr realistische Situation am Gebäude vor. Aus den Fenstern der Wohnung im ersten Obergeschoss drang dichter Rauch, auf den Balkonen auf der Rückseite machten sich mehrere eingeschlossene Personen bemerkbar. In der Brandwohnung selbst wurde noch eine weitere Person vermisst. Unverzüglich wurde auf der Rückseite die Menschenrettung über Steckleiter und Drehleiter angegangen. Mehrere Atemschutztrupps durchsuchten gleichzeitig die Wohnungen nach der vermissten Person. Nach zehn Minuten waren alle Personen gefunden und gerettet. Nach der Menschenrettung wurde der Brand im Inneren des Gebäudes mit mehreren Strahlrohren bekämpft und das Gebäude mit einem Überdrucklüfter vom Rauch befreit. Wehrführer Herrlich bilanzierte, dass die Teilnehmer die Übung als Erfolg verbuchen können. Für einen Feuerwehrangehörigen aus Hermersberg wurde an diesem Abend die Übung als Abschluss seiner Atemschutzgeräteträger-Ausbildung gewertet und die Teilnahme-Urkunde ausgehändigt. Eingesetzt waren 30 Feuerwehrleute mit insgesamt sechs Fahrzeugen. (ow)

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