Rheinpfalz Feuer im Hof: Polizei geht von Brandstiftung aus

Das Feuer in Bruchmühlbach hat wohl jemand vorsätzlich gelegt. Dass der oder diejenige sich dabei hat von Fremdenfeindlichkeit leiten lassen, dafür allerdings gibt es derzeit keine Hinweise. Das haben gestern Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt.
In einer gemeinsamen Erklärung haben das Polizeipräsidium Westpfalz und die Zweibrücker Staatsanwaltschaft deutlich gemacht, dass die Brandursache mittlerweile feststehe und auf eine vorsätzliche Tat schließen lasse. Wie gestern berichtet, hatte sich die Kriminalpolizei des Falles angenommen, auch waren Sachverständige hinzugezogen worden. Konkrete Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund der Tat haben sich, so Polizei und Staatsanwaltschaft weiter, bisher nicht ergeben. Dass dies Motiv gewesen sei, könne jedoch auch nach wie vor nicht ausgeschlossen werden. „Die Ermittlungen erfolgen deshalb in alle Richtungen“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung., Zur Aufklärung der Tat hat die Kaiserslauterer Kriminalpolizei noch am Mittwochabend eine sechsköpfige Ermittlungsgruppe gebildet, die in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen führt. Dabei hoffen die Beteiligten auf Unterstützung. Hinweise seien von Bedeutung. So sollten sich Zeugen, die etwas in der Bruchmühlbacher Bahnhofstraße gesehen oder denen Fremde in der Gegend aufgefallen sind, die womöglich vor Ort oder in der Umgebung verdächtige Fahrzeuge ausgemacht haben. an die Polizei wenden. Relevant ist die Zeit um 18 Uhr herum am Rosenmontag. Die Polizei nimmt Hinweise unter der Telefonnummer 0631 3692620 entgegen. Wie bereits gestern berichtet, war das Feuer am frühen Montagabend in einem Innenhof eines Mehrfamilienhauses in der Bahnhofstraße im Ortsteil Bruchmühlbach ausgebrochen. Dass die Brandstiftung womöglich einen fremdenfeindlichen Hintergrund haben könnte, hängt damit zusammen, dass in dem Haus eine syrische Familie untergebracht ist. Personen waren bei dem Feuer nicht zu Schaden gekommen. Den Sachschaden hatte die Polizei auf rund 15.000 Euro geschätzt. Dies rührt von Rußspuren an der Fassade des Hauses her. Brandherd war ein Mülllagerplatz im Innenhof des Komplexes. (cha)