Rheinpfalz Einschätzungen der Zuhörer

Kaum war die Diskussion auf dem Podium vorbei, wurde sie unter den Zuhörern fortgeführt. Dabei ging es um die Themen des Abends, aber auch um das Auftreten der vier Kandidaten. aus Quirnbach fand, dass sich die vier Kandidaten gut verkauft haben. Die Podiumsdiskussion habe ihr in ihrer Meinungsbildung durchaus geholfen, da „ich vorher nur zwei der Kandidaten besser gekannt habe und ich mir nun auch ein Bild von ihrem Auftreten machen kann.“ Sie lobte, dass Helge Schwab von Haustür zu Haustür zieht, um sich mit den Leuten über kommunalpolitische Themen zu unterhalten und sich vorzustellen. Doch ehe sie eine Entscheidung trifft, möchte sie die Podiumsdiskussion und die Flut der Informationen erst einmal verarbeiten. Schräg gegenüber saß aus Quirnbach. Festlegen wollte auch er sich noch nicht, allerdings glaubt er, dass Klaus Schillo die „meiste Ahnung hat. Immerhin ist er seit über 40 Jahren im Show-Geschäft“, sagt Leixner lachend. Doch bei vielen Fragen hätten die Kandidaten nur schwer antworten können. Gerade beim Thema Schule wisse man jetzt ja nicht, wie sich die Situation in fünf bis zehn Jahren darstellt. Dass die Zuhörer die Namen ihrer Favoriten auch gerne geheim halten, zeigte aus Herschweiler-Pettersheim: „Ich wusste schon vorher, wen ich wähle. An dieser Entscheidung hat sich durch die Podiumsdiskussion nichts geändert.“ aus Hüffler zog ein detailliertes Fazit der Veranstaltung. „Sigmund Niebergall und Helge Schwab haben sich sehr bürgernah präsentiert und sicher Sympathiepunkte gesammelt.“ An der Kompetenz von Klaus Schillo, so Struppel weiter, komme keiner vorbei. „Allerdings ist er vielleicht in seiner jetzigen Position besser aufgehoben.“ Jürgen Conrad hingegen habe ihn nicht hundertprozentig überzeugt. Zwar habe er zu vielen Fragen sachlich argumentiert, jedoch oft zu weit ausgeholt. „Außerdem war seine Antwort zur Frage nach dem Landratsposten zu ausweichend“, sagte Struppel. Den letzten Satz nahm auch , ebenfalls aus Hüffler, als Aufhänger. „Ich glaube, Herr Conrad sollte als Rechtsanwalt höhere politische Ämter verfolgen“, bezieht sich Bauer auf die rechtskundigen Antworten des SPD-Kandidaten. Für ihn allerdings habe Klaus Schillo das Rennen gemacht. Er zitierte die Worte des ehemaligen englischen Fußball-Nationaltrainer Alf Ernest Ramsey „Never change a winning team“ (Ändere nie eine erfolgreiche Mannschaft). Schillo habe während seiner Zeit bei der Verbandsgemeinde sehr viel Erfahrung gesammelt, die er nun auch in diesem Amt einbringen könnte. Ein weiterer Zuhörer hingegen war von keinem der Kandidaten richtig überzeugt. „Das wirkte mir alles zu aufgesetzt. Mir ist ein offenes Lächeln lieber als ein gezwungenes.“ (hlr)

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