Rheinpfalz Ein Ziel, sechs Zonen

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Frankenthal. Die Stadt nimmt nach längerer Pause einen erneuten Anlauf für ein Parkraumbewirtschaftungskonzept in Frankenthal. Noch in diesem Frühjahr möchte die Verwaltungsspitze mit einem Vorschlag in die kommunalen Gremien gehen. An einer Gebührenpflicht für die zentralen Parkplätze an den beiden benachbarten Gymnasien soll festgehalten werden.

Es war ein bisschen still geworden um das Thema, jetzt könnte es deutlich an Fahrt gewinnen: Nach Darstellung des Beigeordneten Bernd Knöppel (CDU), als Dezernent des Fachbereichs Ordnung und Umwelt für den „ruhenden Verkehr“ zuständig, soll ein Parkraumbewirtschaftungskonzept für Frankenthal noch in diesem Frühjahr die Gremien der Stadt beschäftigen. Knöppel zufolge liegt ein entsprechendes Gutachten vor. „Wir werden jetzt die seinerzeit gegründete Arbeitsgruppe wiederbeleben und dann auch in die Diskussion mit Bürgern und dem Einzelhandel gehen“, sagt der Beigeordnete. Festhalten will die Stadt nach Knöppels Worten daran, dass auf den bisher kostenlosen Parkplätzen etwa auf dem Parseval- und Röntgenplatz vor den Gymnasien künftig eine Gebühr verlangt wird. Um den Bedürfnissen der Anwohner stärker entgegenzukommen, wird es um den sogenannten inneren Ring sechs anstelle der bisher vorgesehenen vier Zonen fürs Anwohnerparken geben. Damit möchte die Stadt erreichen, dass Bewohner dieser Viertel nicht zu weit entfernt von ihrer Wohnung auf Stellplatzsuche gehen müssen. Auch das oberste Ziel des Konzepts bleibe unverändert, sagt der Beigeordnete: „Es ist Wunsch und Forderung, dass der Parksuchverkehr in der Innenstadt begrenzt wird und mehr Leute in die Parkhäuser fahren“, betont Knöppel. Weitere Punkte, die in bisherigen Papieren der Stadt zur Parkraumbewirtschaftung vorgesehen waren: die Möglichkeit, neben dem bisherigen Parken auf Zeit (bis zu 120 Minuten) Tages- oder Dauerparken gegen Gebühr einzuführen. Geplant war zudem die Einführung des Mischprinzips – das heißt: Kurzzeitparken gegen Gebühr und gleichzeitig freies Parken für Anwohner. Und nicht zuletzt stand in dem bisherigen Vorschlag, der im Ursprung noch unter dem früheren Oberbürgermeister Theo Wieder (CDU) aufs Gleis gesetzt worden war, auch die Absicht, das umstrittene Gehwegparken einzuschränken. Hinter dem ursprünglich ambitionierten Zeitplan, der eine Verabschiedung des Parkraumbewirtschaftungskonzepts noch im Laufe des Jahres 2014 vorgesehen hatte, liegt die Verwaltung inzwischen deutlich zurück. Auch der Ankündigung des seit Anfang 2016 amtierenden Oberbürgermeisters Martin Hebich (CDU), im vergangenen Sommer liefern zu wollen, folgten keine Taten. Im November 2015 sagte Hebich, damals noch Bürgermeister der RHEINPFALZ: „Das ist ein so komplexes Thema, dass wir als Verwaltung den Umfang vielleicht etwas unterschätzt haben.“