Rheinpfalz
Ein Jahr nach einem tödlichem Unfall auf der A 8 bei Zweibrücken führt eine Spur nach Luxemburg ins Leere
Das Ergebnis des Rechtshilfeersuchens der Zweibrücker Staatsanwaltschaft an ihre Luxemburger Kollegen liegt vor: Das Auto aus Luxemburg scheidet als unfallverursachendes Fahrzeug aus. Dies sagte Oberstaatsanwalt Thomas Lißmann.
Polizei und Staatsanwaltschaft suchen somit weiterhin nach dem Fahrer des Autos – Zeugen zufolge war der mutmaßliche Unfallfahrer in einer weißen Mercedes E-Klasse unterwegs, der am 1. Juli vergangenen Jahres die Harley Davidson eines heute 38-Jährigen gerammt und zu Fall gebracht haben soll. Der Tank der Harley riss auf, das Motorrad ging in Flammen auf.
Der Motorradfahrer erlitt seinem Anwalt Andreas Kirsch aus Kaiserslautern zufolge Knochenbrüche und zahlreiche Verbrennungen. Er musste sich mehreren Operationen unterziehen, darunter Hauttransplantationen. Der Stiefsohn des 38-Jährigen, ein 13 Jahre alter Junge aus dem Donnersbergkreis, starb bei dem Unfall. Am ersten Jahrestag des Unfalls wurde gegenüber der Unfallstelle eine Rose an der Leitplanke angebracht, die an den Jungen erinnern soll.
Auf Initiative Kirschs ließen sich im Februar drei Zeugen mehrfach hypnotisieren, um sich an weitere Details erinnern zu können. Eine Frau konnte nach Auskunft von Peter Köhne, dem Leiter des Instituts für angewandte Hypnose in Bruchweiler-Bärenbach, Teile eines Kennzeichens wachrufen. Doch auch diese Spur führte laut Polizei nicht zum Durchbruch.
„Es gehen noch immer Hinweise ein, natürlich dann verstärkt, wenn in den Medien über den Fall berichtet wird“, sagte am Montag Klaus von Rohden von der Zweibrücker Polizeiinspektion. |hlr