Baden-Württemberg Eichner: Kurz-Comeback wird Karlsruhes Stindl beflügeln

FC Schalke 04 - Karlsruher SC
Schalkes Trainer Karel Geraerts nach der Partie.

Mit Blick auf das Aufstiegsrennen war der Punkt auf Schalke für den KSC vermutlich zu wenig. Die Rückkehr von Routinier Lars Stindl macht den Badenern aber Hoffnung für den Saisonendspurt.

Gelsenkirchen/Karlsruhe (dpa/lsw) - Es war eine Art Oster-Überraschung. «Ich habe ihn gefragt, ob er Lust hat, den Ostersonntag mit mir zu verbringen statt mit der Familie. Dann haben wir noch ein paar Sachen richten müssen und dann war er im Bus», sagte Trainer Christian Eichner nach dem Kurz-Comeback von Lars Stindl für den Karlsruher SC.

In der 90. Minute des Auswärtsspiels beim FC Schalke 04 hatte Eichner den Offensivmann am Sonntag nach mehr als drei Monaten Verletzungspause eingewechselt. Stindl nahm keinen großen Einfluss mehr auf die umkämpfte Zweitliga-Partie, die letztlich 0:0 endete. Wenn es nach Eichner geht, dürften aber schon die wenigen Ballkontakte, die Stindl hatte, dem 35-Jährigen für den Endspurt seiner Laufbahn als Profifußballer noch mal einen Schub geben.

«Ich glaube und hoffe, dass ihm dieses Spiel und diese wenigen Minuten extrem Aufwind geben werden», sagte Eichner über Stindl, der vergangene Woche seinen Ausstieg im Sommer angekündigt hatte. Er hoffe, so der Coach, dass der elfmalige Nationalspieler «seine großartige Karriere noch mit dem einen oder anderen Highlight beenden darf.»

Das nächste steht bereits am Samstag an, wenn Tabellenführer FC St. Pauli zum Abendspiel (20.30 Uhr/Sky und Sport1) im Wildpark zu Gast ist. «Geile Spiele» seien das derzeit, sagte Karlsruhes Torhüter Patrick Drewes.

Der Punkt, den sie vor mehr als 60.000 Zuschauern auf Schalke holten, war für die Badener vermutlich zu wenig, um noch mal in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Die defensive Stabilität des KSC erfreute aber sowohl den Trainer als auch den Torwart. Und vermutlich auch Rückkehrer Stindl.

Kader Karlsruher SC

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